ÖGB: Lehrlingsförderung umsetzen statt Generationenkonflikt konstruieren

Sozialpartnerpaket sieht auch Maßnahmen für ältere ArbeitnehmerInnen vor

Wien (ÖGB) - "Gute Ausbildung kostet Geld. Wem zusätzliche, qualitativ hochwertige Lehrstellen nichts wert sind, soll das gleich sagen und nicht ablenken, indem er einen Interessenkonflikt zwischen Jugendlichen und älteren ArbeitnehmerInnen konstruiert", sagt ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer. Das Sozialpartnerpaket "Arbeitsmarkt - Zukunft 2010" sieht konkrete Maßnahmen für die Qualitätsförderung in der Berufsausbildung vor - und auch für deren Finanzierung. "Das Prinzip lautet: Weg von der Gießkannenförderung, hin zur Qualitätsförderung", so Hundstorfer.++++

Die Abschaffung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für ArbeitnehmerInnen über 56 hat arbeitsmarktpolitisch so gut wie gar nichts gebracht. Deren Wiedereinführung ist nur ein kleiner Teil der Finanzierung von "Arbeitsmarkt - Zukunft 2010". Dem gegenüber stehen aber auch Maßnahmen, die ältere ArbeitnehmerInnen länger in Beschäftigung halten sollen. "Ältere ArbeitnehmerInnen haben nach wie vor Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Entsprechend haben sich die Sozialpartner auf eine ganze Reihe von Maßnahmen geeinigt", erklärt Hundstorfer.

"Arbeitsmarkt - Zukunft 2010" - Maßnahmen für ältere ArbeitnehmerInnen

+ Kombilohn
+ Eingliederungsbeihilfen
+ Altersteilzeit Neu
+ Steuerliche Absetzbarkeit von präventiven Gesundheitsmaßnahmen

Ausbildungsgarantie schnell umsetzen

Der Vorstoß von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, die Finanzierung der Lehrstellenförderung Neu rasch in die Wege zu leiten, ist daher ausdrücklich zu begrüßen, so Hundstorfer: "Ich fordere die zuständigen Minister Bartenstein und Molterer auf, möglichst schnell Gespräche über die Umsetzung aufzunehmen, damit die Ausbildungsgarantie bis zum 18. Lebensjahr endlich Wirklichkeit werden kann." WKÖ und ÖGB haben schon oft signalisiert wie wichtig uns diese Maßnahmen für die Zukunft der Jugend sind - "jetzt liegt es an der Bundesregierung, diese Maßnahmen auch umzusetzen."(fk)

ÖGB, 27. November 2007 Nr. 699

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