Molterer bei Zukunftsdialog Innovation: "Österreich muss Top-3-Land in EU sein"

"Forschungs- und Innovationsstrategie stärkt Wachstum und damit Beschäftigung"

Wien (OTS) - "Österreich muss in der Innovation unter den besten Ländern der Welt sein, um seinen Erfolgsweg weitergehen zu können. Daher wollen wir unter den Top-3 in der EU sein. Die Spitze ist unser Maßstab und nicht das Mittelmaß", so Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer bei der Eröffnung des Zukunftsdialogs Innovation. "Wir brauchen eine Forschungs- und Innovationsstrategie für Österreich mit klaren qualitativen Zielsetzungen. Dafür brauchen wir Offenheit und internationale Kooperation genauso wie den Wettbewerb der besten Ideen und Köpfe. Die Innovationsbringer in unserem Land leisten bereits sehr gute Arbeit. Wir müssen versuchen, noch besser zu werden", betonte der Vizekanzler.

Dafür sei die Ausgangslage derzeit günstig, denn die Wirtschaft wachse in Österreich seit 2003 stärker als die Eurozone, die Arbeitslosigkeit sinke und die Exportquote liege bereits bei fast 60%. "Das alles ist Ausdruckskraft unseres innovativen Weges in den letzten Jahren. Wir sind auf gutem Weg zur 3%-Quote bei Forschung und Entwicklung und haben seit 1996 rund 2,4% Einsparungen bei den Verwaltungskosten geschafft. Auf diesen Voraussetzungen müssen wir aufbauen. Wir müssen uns fragen, wo wir noch besser werden können -um durch Innovation Wachstum und Beschäftigung für die Österreicherinnen und Österreicher zu stärken ", betonte Molterer.

Wichtig sei, die Strukturen noch zu verbessern und die Effizienz zu erhöhen. "Es geht um ein Miteinander von Grundlagen- und angewandter Forschung und um noch bessere Umsetzungsmöglichkeiten des österreichischen Innovationspotenzials. Das ist eine Frage für den Standort und damit für die Arbeitsplätze der Menschen - gerade im globalen Wettbewerbsumfeld", sagte Molterer. Dafür brauche es eine breite Innovationsstrategie, die im privaten und öffentlichen Bereich wirke. "Die öffentliche Hand hat hier eine Vorbildfunktion, denn der Staat selbst ist ein Innovateur - etwa in den Bereichen e-government und e-health. Ein wichtiger Zukunftsbereich ist auch der Ausbau der Breitbandinfrastruktur, die enormes Potenzial besitzt", so der Vizekanzler.

Weiters sei die Aus- und Weiterbildung besonders wichtig für Innovationskraft. Dazu Molterer: "Ich finde die offene Bildungsdiskussion in Österreich sehr gut. Wir wollen Spitzenleistungen und brauchen auch ein klares Bekenntnis zur Naturwissenschaft. Bildung ist ein Gradmesser für Innovation."

Gleichzeitig gelte es, die Innovation in der Wirtschaft weiter zu fördern. "Das ist zentral für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Sowohl bei der Steuerreform wird das ein Thema sein als auch bei der Diskussion um die Attraktivierung von Beteiligungskapital in Österreich. Innovation schafft Wohlstand - die Basis dafür ist gute Forschung", sagte der Vizekanzler.

"Diese Diskussion dürfen wir aber nicht nur alleine führen. Wir müssen die europäische Perspektive beachten und gemeinsam mit unseren Partnern die Zukunftsfähigkeit des EU-Budgets stärken. Österreich soll dafür ein Vorbild sein.", schloss Molterer.

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