Schmied: Den Geist der Schule verändern

Bildung auch als Vermittlung von Werten und Einstellungen

Wien (SK) - Die Lissabon-Ziele definieren auch das Dreieck von Bildung - Innovation - Forschung, betonte Bildungsministerin Claudia Schmied am Dienstag im Rahmen des Zukunftsdialogs "Innovation für Österreich". "Qualitatives Wachstum braucht konkrete Maßnahmen. Es geht darum, die Bildung in diesem Dreieck stärker zu betonen", so Schmied. Ihr gehe es deshalb darum, den "Geist der Schule zu verändern" und Schule stärker als Bildungseinrichtung zu verstehen, die auch Werte und Einstellungen vermittle. "Wo keine Freude, dort ist auch keine Bildung", zitierte die Ministerin Hartmut von Hentig. "Ich wünsche mir Freude und Optimismus in der bildungspolitischen Diskussion." ****

Bildung sei eine Kernaufgabe des Staates. "Innovation und Spitzenleistung braucht eine breite Basis. Es geht darum, Begabung und Kreativität möglichst aller Menschen zu fördern." In Österreich gebe es leider weiterhin Gruppen - Schmied nannte konkret Personen mit Migrationshintergrund -, deren Potential nicht ausreichend gefördert werde. Das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Qualifikation und Beschäftigungsfähigkeit sei die Grundvoraussetzung dafür, dass möglichst alle die nötigen Schlüsselkompetenzen erhalten. "Ich wünsche mir aber auch, dass soziale Kompetenzen, das Vertrauen in die eigenen Stärken und der Unternehmergeist stärker gefördert werden", so Schmied.

Gerade die Bereiche Kunst und Kultur können auch im schulischen Alltag dazu führen, dass soziale Kompetenzen und Fähigkeiten gestärkt werden. Es brauche einen "Paradigmenwechsel in der Bildung. Es geht darum, Kompetenzen zu vermitteln statt reiner Inhalte." Dafür brauche es einen neuen Geist der Schule, in dem der Schüler im Mittelpunkt stehe. Ein erster Schritt in die Richtung sei hier das Projekt 25, die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. "Aber auch das Bildungspapier der Sozialpartner und der Industriellenvereinigung sind wichtige Anhaltspunkte", so Schmied.

Wichtig sei es auch, dass es transparente Übergänge im Bildungsbereich gebe. "Ein einmal eingeschlagener Bildungsweg darf nicht zur Sackgasse werden", forderte Schmied. Um Kompetenzen zu vermitteln brauche es auch motivierte und engagierte Lehrkräfte. "Wir müssen auch auf die Begabung der Lehrenden eingehen und diese fördern."

Sie wünsche sich Schulen, die sich zur Gesellschaft und zur Wirtschaft hin öffnen. "Es geht darum, die Dinge gemeinsam zu verstehen", so Schmied. In diesem Kontext sei Bildungspolitik sowohl Schulpolitik, als auch Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik. (Schluss) js

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