Grüne Wien zu Krebs-Skandal: Familie braucht Unterstützung

Pilz: Rechtliche Verankerung der Informationspflicht der Krankenanstalten

Wien (OTS) - Unfassbare Schlampereien, haben im Hanusch
Krankenhaus dazu geführt, dass einem Patienten 15 Monate lang nicht mitgeteilt wurde, dass er vom Krebstod bedroht ist. Die Familie muss jetzt ertragen, dass der Vater nicht mehr lange leben wird, weil wertvolle Behandlungszeit versäumt wurde. Der persönliche Schickalsschlag wird verschärft durch den Umstand, dass mit der Erkrankung des Vaters der Alleinverdiener außer Gefecht gesetzt wurde. Familie Cong steht vor dem wirtschaftlichen Ruin. "Jetzt braucht es schnelle und unbürokratische Unterstützung für die Familie des Patienten", fordert die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz.

Pilz legt ihre Forderungen an die Wiener Gebietskrankenkasse als Eigentümerin des Hanusch-Krankenhauses und an die zuständige Gesundheitsstadträtin Wehsely vor:

· Sofortige und unbürokratische Entschädigung des Herrn Cong, der durch den verschlampten Befund wertvolle Zeit verloren hat, die möglicherweise sein Leben gerettet hätte.
· Sicherstellung des künftigen Unterhalts für die Familie Cong im Falle dauernder Krankheit oder des Ablebens des Familienvaters und Alleinverdieners
· Lückenlose Aufklärung der Fehler und Schlampereien die im Hanusch Krankenhaus zur Nichtbehandlung der Lebensbedrohung von Herrn Cong geführt hatten
· Rechtliche Verankerung einer nachweislichen Informationsverpflichtung der Krankenanstalten gegenüber den PatientInnen im Wiener Krankenanstaltengesetz
· Erarbeitung verbindlicher Ablaufpläne in den Wiener Krankenanstalten, die vergleichbare Fehler künftig verhindern.

Pilz kündigt an, entsprechende Anträge im Landtag zu stellen. Die Wiener Patiententenanwaltschaft wird sich außerdem von den Grünen die Frage stellen lassen müssen, warum sie seit vielen Monaten Herrn Cong erfolglos vertröstet hat. "Es musste allen Beteiligten klar sein, dass Herr Cong nicht mehr viel Zeit bleibt, sein wichtigstes Anliegen zu erledigen, nämlich seine Familie vor seinem Ableben existentiell abzusichern", so Pilz abschließend.

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