DARMANN: "Darabos soll Tschad-Einsatz absagen"

"Österreich sollte deutschem Beispiel folgen"

Wien (OTS) - Nach dem gestern im Osten des Tschad nahe an der
Grenze zur westsudanesischen Krisenprovinz Darfur - diese Region soll auch das Einsatzgebiet der EU-Friedenstruppe sein - schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen ausgebrochen sind und es möglicherweise einige hundert Tote gegeben hat, sollte Verteidigungsminister Darabos nun von diesem Einsatz österreichischer Soldaten in diesem Gebiet Abstand nehmen", forderte heute das BZÖ-Mitglied im parlamentarischen Verteidigungssausschuß Abg. Gernot Darmann. "Es ist unbegreiflich, warum der Minister trotzdem - auch unter Berücksichtigung der Probleme bei Versorgung und Finanzierung -zu dieser Mission steht. Es ist nämlich unverantwortlich, daß die vorläufigen Kosten von 25 Millionen Euro für den zunächst auf ein halbes Jahr begrenzten Einsatz vom Verteidigungsressort getragen werden müssen, obwohl es sich um einen Assistenzeinsatz für das Außenministerium handelt", so Darmann weiter.

Nach den gestrigen Kämpfen erscheine es nun mehr als zweifelhaft, ob österreichische Soldaten in einer Region eingesetzt werden sollten, in der nach wie vor bewaffnete Konflikte stattfinden. Nicht ohne Grund habe Deutschland auf einen Einsatz in diesem Gebiet verzichtet. Österreich sollte dem deutschen Beispiel folgen und keine österreichischen Soldaten in den Tschad schicken", meinte Darmann.

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