WGKK-Pleite: HAUBNER: "Kdolsky entgleitet österreichisches Gesundheitssystem"

"100 Prozent Vereinheitlichung der Gebietskrankenkasse ist das Gebot der Stunde"

Wien (OTS) - Nach dem heutigen "Pleite-Outing" vom Obmann der
Wiener Gebietskrankenkasse via "Salzburger Nachrichten" meinte BZÖ-Gesundheitssprecherin Abg. Ursula Haubner, daß Gesundheitsministerin Kdolsky nun endgültig das gesamte österreichische Gesundheitssystem entgleite. "Mit dieser Pleite hat sich überdies klar gezeigt, daß Bittner nicht wirtschaften kann. Eigentlich müsste man ihn nach dieser Aussage unter permanente Rechnungshofaufsicht stellen. Ich fordere die Ministerin auf, zu der Krankenkassenpleite in Wien umgehend Stellung zu beziehen und Lösungsvorschläge zu präsentieren, wie man dieses horrende Defizit einbremsen kann", so Haubner weiter.

"Was als sozialpartnerschaftliche Selbstverwaltung jahrzehntelang hochgelobt wurde, entpuppt sich nun als unverschämte Selbstbedienung der Wiener Gebietskrankenkasse. "Es ist unfaßbar, daß gerade im roten Wien eine Zwei-Klassen-Medizin betrieben wird, wie auch der Rechnungshof-Bericht aufgedeckt hat", sagte Haubner.

Das Gebot der Stunde könne daher nur die 100 prozentige Vereinheitlichung der Gebietskrankenkassensysteme sein, wobei hier drei Kriterien umzusetzen seien, betonte Haubner.

- 100% einheitliches Leistungsangebot an die Patienten im Sinne der Gleichbehandlung

- einheitlicher Honorarkatalog für die erbrachten Leistungen. (Beispielsweise werden in Wien für einen ärztlicher Befund statt 5 bis 6 Euro, 14 Euro bezahlt .

- einheitlicher Standard bei der Verpflichtung zur Behandlungsökonomie (Jeder Kassenarzt ist verpflichtet, ökonomisch zu behandeln)

"Zum Vorbild sollte man sich gut arbeitende Kassen nehmen wie z.B. Oberösterreich. Was in Oberösterreich funktioniert, muß auch in Wien funktionieren", meinte Haubner.

Insgesamt drohe den maroden Gebietskrankenkassen in Österreich die Zahlungsunfähigkeit. "Bis zum Jahr 2009 wird es ein Defizit von drei Milliarden Euro geben. Es ist daher zu befürchten, daß SPÖ und ÖVP die Gebühren weiter erhöhen anstatt endlich bei der Verwaltung zu sparen", meinte Haubner.

Auch an der Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge übte Haubner heftige Kritik. "Anstatt die vorhandenen Einsparungspotentiale bei Bürokratie und Verwaltung zu nutzen, belasten SPÖ und ÖVP die Bevölkerung. Von jedem eingehobenen Euro bleiben der Wiener Gebietskrankenkasse nur 21 Cent für die Krankenversicherung. Der Rest geht in die Bürokratie und Verwaltung. Das kann ja wohl nicht sein", sagte Haubner abschließend.

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