Zukunftsdialog Innovation: AK fordert klare Strategie für Forschung und Technologie

Wien (OTS) - Eine klare Strategie für Forschung, Technologie und Innovation forderte Maria Kubitschek, Leiterin des Wirtschaftsbereichs der AK beim heutigen "Zukunftsdialog Innovation" der Bundesregierung. "Dieser Bereich ist für die Zukunft des österrei-chischen Arbeitsmarktes wesentlich. Das zeigt deutlich auch das WIFO Weißbuch", sagt Kubitschek, "die erhöhten Mittel müssen daher klar strategisch eingesetzt werden, etwa im Gesundheits- und Umweltbereich, also für Projekte, die auch einen gesellschaftlichen Mehrwert bringen." Untrennbar verbunden mit einer solchen Innovationsstrategie ist für die Arbeiterkammer das lebensbegleitende Lernen. "Entscheidende Voraussetzung für Innovation und damit auch einem nachhal-tigen Wachstum und steigender Beschäftigung ist die Qualifikation der Arbeitneh-merInnen", sagt Kubitschek, "Länder wie Dänemark, Schweden oder Finnland zeigen, dass Österreich da noch großen Nachholbedarf hat."

Eine forschungs-, technologie- und innovationspolitische Strategie muss mit einer Strategie des lebensbegleitenden Lernens einhergehen. Die in Österreich bekanntermaßen geringe Zahl von Universitäts- und FachhochschulabsolventInnen stellt dabei für die AK eine ernst zu nehmende Innovationsbarriere dar. Das WIFO Weißbuch zeigt: Die Ausgaben für tertiäre Ausbildung in Österreich liegen mit 1,1 Prozent des BIP unter dem OECD-Durchschnitt von 1,4 Prozent. In den nordischen Ländern (Dänemark, Schweden, Finnland) sind die Ausgaben für tertiäre Bildung mit jeweils 1,8 Prozent deutlich höher. Dazu kommt: Nicht einmal die Hälfte (46 Prozent) der österreichischen ArbeitnehmerInnen hatten in den letzten fünf Jahren die Chance für betriebliche Weiterbildung. In den nordischen Ländern waren es immerhin zwei Drittel bis drei Viertel aller ArbeitnehmerInnen.

In der aktuellen Strategiedebatte fordert die AK, dass Industrien im Bereich der mittleren Technlogie, wo Österreich seit vielen Jahren Erfolge erzielt, weiter gefördert werden. Gleichzeitig soll aber die Förderung des High-Tech-Sektors forciert werden, um so schrittweise einen Strukturwandel zu erzielen.

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