Grünewald: Regierung steuert Krankenkassen auf Crash-Kurs zu

Grüne fordern Verbreiterung der Einnahmen - Leistungseinschränkungen treffen einkommensschwache Schichten überproportional

Wien (OTS) - "Ungeachtet aller warnenden Stimmen steuert die Regierung weiter die Kassen auf Crash-Kurs", kritisiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Regierungsmaßnahmen, Einnahmensausfälle durch mäßige Lohn- und Beschäftigungsquoten und steigende Anforderungen durch den Fortschritt der Medizin machten die Wiener GKK zahlungsunfähig. "Die Beitragserhöhung von 0.15 Prozent entpuppt sich als Rosstäuscherei, weil den Kassen davon nur ein Bruchteil zu Gute kommt. Dass man sich gleichzeitig von Regierungsseite kassenseitige Einsparungen von 150 Millionen Euro erwartet, ist angesichts der Budgetrealität der Kassen grotesk", meint Grünewald und fordert: "Wenn nicht sofort eine Verbreiterung der Einnahmen in die Wege geleitet wird, sehe ich im wahrsten Sinne schwarz".

"Wenn es einen Anlass zu einem Krisengipfel gibt, dann jetzt. Das Regierungsfeindbild Kassen kann nicht auf Kosten der Bevölkerung weiter propagiert werden, denn Leistungseinschränkungen treffen einkommensschwache und bildungsferne Schichten überproportional und sind gesundheitspolitisch kontraproduktiv. Ich erwarte mir dringend eine breite Solidarisierung aller Verantwortlichen und einen Aufschrei der Betroffenen einschließlich der Ärztekammer", fordert Kurt Grünewald.

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