FSG-Haberzettl: Bartenstein und Molterer müssen Jugendpaket umsetzen

Alle Vorschläge liegen auf dem Tisch, nur konkrete Umsetzung ist offen

Wien (FSG) - "Um die berufliche Zukunft der Jugend im Land zu sichern, dürfen Wirtschaftsminister Bartenstein und Finanzminister Molterer die Umsetzung des Jugendbeschäftigungspakets der Sozialpartner nicht länger verzögern," sagt FSG Bundesvorsitzender Wilhelm Haberzettl und fordert die nötigen Gesetzesentwürfe sowie die Sicherstellung der Finanzierung.++++

"Die unwirksamen Förderungen der alten Bundesregierung, um Betriebe dazu zu bewegen, gnadenhalber Lehrlinge auszubilden, wird es so nicht mehr geben, mit dieser Förder-Gießkanne ist nun Schluss", sagt Haberzettl. "Gewerkschaftsbewegung und Wirtschaftskammer haben gemeinsam gute Vorschläge gemacht, um die Ausbildung der Jugend zu sichern, sie haben außerdem die Finanzierung gut durchdacht." Dass die Diskussion darüber nun darauf hinaus laufe, einen Keil zwischen junge und alte Menschen zu treiben, findet Haberzettl "letztklassig". "Die vorige Regierung hat die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für über 56Jährige abgeschafft. Die Unternehmen, die danach aus genau diesem Grund ältere Menschen eingestellt haben, kann man wenn überhaupt dann an einer Hand abzählen", kritisiert der FSG Chef. "Das war wieder eine Aktion mit Null Effekt." Im Übrigen seien Kosten für die Ausbildung junger Menschen keine Belastungen, sondern als Investition in die Zukunft des Standorts zu sehen.

"Wem die Zukunft der Jugend im Land am Herzen liegt", sagt Haberzettl, "darf nicht länger zögern, auch wenn sich die Lehrlingszahlen im Moment erfreulicher als unter den vorigen Regierungen entwickeln. Bartenstein und Molterer müssen in ihren Ressorts nun rasch die nötigen Voraussetzungen schaffen, damit das Jugendbeschäftigungspaket der Sozialpartner endlich auf Schienen gehen kann und nicht länger in Warteposition stehen muss." Wirtschaftskammer, ÖGB und AK stünden nach wie vor zu ihren Vorschlägen, erklärt Haberzettl. "Kanzler Gusenbauer hat eine Lösung zur Frage der Finanzierung vorgeschlagen, jetzt liegt es nur mehr an Molterer und Bartenstein, ebenfalls zu beweisen, dass ihnen die jungen Menschen im Land nicht egal sind."

Das Sozialpartnerpaket "Zukunft 2010" enthält zum Thema Jugendbeschäftigung u. a. die Neuordnung der Förderungen für Lehrbetriebe mit Schwerpunkt auf Zukunftsberufen, mehr Plätze in überbetrieblichen Ausbildungsstätten, FacharbeiterInnen-Intensivausbildung und eine Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen bis 18 Jahre.

FSG, 27. November 2007 Nr. 77

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