Gusenbauer: "Österreich muss sich unter den höchstentwickelten wissensbasierten Gesellschaften positionieren"

Bundeskanzler eröffnet Zukunftsdialog "Innovation für Österreich"

Wien (SK) - "Das gemeinsame Ziel der Bundesregierung ist es, dass Österreich zur technologischen Weltspitze aufschließt. Österreich muss sich unter den höchstentwickelten wissensbasierten Gesellschaften positionieren", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Dienstag bei der Eröffnung des Zukunftsdialogs "Innovation für Österreich". Die entscheidende Voraussetzung für dieses Vorhaben sei eine gemeinsame Entwicklung einer Innovationsstrategie, die alle wesentlichen Akteure einbinde. "Der Gipfel 'Innovation für Österreich' soll von nun an jährlich stattfinden und eine langfristige Innovationsstrategie definieren, die den Zeithorizont bis 2020 umfassen soll." ****

"Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Realeinkommen werden in Zukunft maßgeblich davon abhängen, ob wir mit unserer Innovationsstrategie erfolgreich sind", betonte der Bundeskanzler. Um diese Ziele zu erreichen, brauche es "eine nachhaltige Positionierung Österreichs im europäischen Spitzenfeld" und dafür einen Strukturwandel in Richtung Hochtechnologie und wissensintensiver Dienstleistungen. "Die gesamte österreichische Gesellschaft, nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Verwaltung, muss kreativer und innovativer werden", forderte Gusenbauer.

Weil sich Österreich an den besten Ländern und nicht am Mittelfeld in diesem Bereich messen solle, habe die Bundesregierung die notwendigen Voraussetzungen für diesen Weg zur Spitze zu schaffen. "Auf welchen Säulen muss eine langfristige Innovationsstrategie aufbauen?"

Um die nötige Effizienz zu steigern, brauche es zunächst eine "Optimierung der Forschungsförderungs-Portfolios". "Unsere F&E-Quote übersteigt bereits den EU-Durchschnitt. Jetzt geht es darum, mit diesen Mitteln möglichst große Wirkung zu erzielen", sagte Gusenbauer. Deshalb gehe es nun darum, die breite Palette an Förderprogrammen unter Effizienzkriterien zu analysieren.

Gusenbauer fordert "radikalere Innovation"

"In Österreich liegt das Gewicht noch immer zu wenig auf 'radikaler Innovation'. Deshalb wird die Bundesregierung schwerpunktmäßig Innovationsvorhaben mit riskanterem Charakter - also Innovationssprünge - fördern. Man soll nicht nur die kleinen Schritte machen, sondern auch den großen Schritt planen", so Gusenbauer, der in diesem Bereich besonders die Themenfelder Umwelt, Energie und Verkehr als potentielle Felder ansprach.

Außerdem gelte es, die Forschungsinfrastruktur auszubauen und zu optimieren. "Wir wollen, dass Forschungseinrichtungen als wichtige Ansprechpartner für Unternehmen wahrgenommen werden." Ein weiterer Schritt zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur sei die "Fortsetzung der institutionellen Reformen an den Universitäten, der Akademie der Wissenschaften und der außeruniversitären Forschung".

Humanressourcen stärken ist profitabelste Investition in die Zukunft

"Bildung ist nicht nur eine unerlässliche Voraussetzung für exzellente Forschung, sondern auch die profitabelste Investition in die Zukunft", führte der Kanzler aus. Dementsprechend gelte es, die Ausbildung auf allen Ebenen zu verbessern. "Nur so können wir bestehende Barrieren, auch sozialer Natur, abbauen." Die Stärkung der Humanressourcen ziele auf die Herstellung von Chancengleichheit ab. "Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass bestehende Hemmnisse abgebaut werden." Gusenbauer nannte hier konkret geschlechterspezifische Barrieren, die es zu überwinden gelte.

"Die österreichische Innovationsstrategie muss über eine weitere Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung hinausgehen. Auch das regulative und institutionelle Umfeld muss stimmig sein", so Gusenbauer. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, in diesem Forschungsdialog vorhandenes Wissen zu vernetzen und so innovative Politik zu machen. "Nutzen wir die Synergien, die sich beim Thema Innovation ganz natürlich ergeben." (Schluss) js

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