Wohnungswirtschaft ist Partner von Klima:aktiv, der Initiative für aktiven Umweltschutz

Kooperationsvereinbarung zwischen FV Immobilientreuhänder und Lebensministerium - Kallinger: "Gewerbliche Wohnungswirtschaft leistet Beitrag zur Erreichung der Klimaziele"

Wien (PWK921) - Mehr Lebensqualität mit weniger Energieeinsatz für Heizen, Warmwasser, Licht und E-Geräte, mehr Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern - das ist die Zielsetzung von Klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Im Rahmen der Fachtagung "Zukunftsstrategien für die Wohnungswirtschaft" ist nun auch die heimische Wohnungswirtschaft Partner von Klima:aktiv. "Die gewerbliche Wohnungswirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten", so Winfrid Kallinger, Sprecher der Berufsgruppe der Bauträger im Fachverband der Immobilientreuhänder der WKÖ, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Um aber die Umsetzung dieser Ziele praktisch und rechtlich zu ermöglichen, sei es, so Kallinger, notwendig, "neue Prioritäten in der Mietengesetzgebung und im Wohnungseigentumsrecht zu setzen und die Interessen im Einzelnen im Verhältnis zu den Gesamtinteressen neu zu gewichten."

So müsse der im Mietrecht verankerte Betriebskosten- und Instandhaltungskatalog gründlich überarbeitet werden. Ein modernisierter Betriebskosten- und Instandhaltungskatalog soll es zukünftig möglich machen, zukunftssichere Modernisierungsmaßnahmen durchzusetzen, wenn etwa Leitungsführungen durch eine Wohnung notwendig sind. "Modernisierungsmaßnahmen in Althäusern müssen manchmal um einzelne Wohnungen herumgeführt werden, weil deren Mieter an der Sanierung desinteressiert sind", beschreibt Kallinger die Situation an Hand eines Beispiels. Bei Wohnungseigentum können Hausverwalter ein trauriges Lied singen über die Schwierigkeit, eine Miteigentümergemeinschaft zu einem Beschluss zur Modernisierung ihres Hauses zu bringen. Blockaden durch Eigentümer, die sich verschweigen und damit die Willensbildung behindern, müssen dringendst durch eine Reform des Abstimmungsrechts gelöst werden.

Denn der Wohnungsneubau alleine werde - auch bei weiterer Anhebung der energetischen Standards - nicht im Stande sein, das Klimaproblem zu lösen: "Dazu ist die Zahl der Neubauten einfach zu gering und die Masse der sanierungsbedürftigen Altbestände zu groß", verweist Kallinger auf die 720.000 Ein- und Zweifamilienhäuser, die zwischen 1945 bis 1980 errichtet wurden, sowie auf die rund 1 Mio. alten Miet-und Wohnungseigentumshäuser.

Als auch aus Sicht des Immobilienverwalters wichtig erachtet Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, die Einbindung der Nutzer in die energetische Sanierung und vor allem den sensiblen Umgang mit den individuellen Wünschen und Problemen im Zuge einer umfassenden Sanierung. Und Malloth verweist darauf, "dass der Energieausweis ab 2009 vermehrt Defizite bei Gebäuden aufdecken und damit Einfluss auf den Wert einer Immobilie nehmen wird." Der Fachverband fordert daher im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung von Eigentümern und Nutzern von Gebäuden und Wohnungen mit schlechten Energiekennzahlen. (JR)

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