Schöls: Keine 4 % für Öffentlichen Dienst? Bures soll Buchinger fragen Erfreuliche Wirtschafts-Kennzahlen hängen mit öffentlichen Dienst zusammen

St. Pölten (OTS) - "Die erfreulichen Kennzahlen der Wirtschaft stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem öffentlichen Dienst. Damit ist der öffentliche Dienst unleugbar heute auch einer der wichtigsten Standortfaktoren für die Wirtschaft. Daher ist die von GÖD-Vorsitzendem Fritz Neugebauer erhobene Forderungen nach einer Gehaltserhöhung um 4 % im öffentlichen Dienst gerechtfertigt", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst NÖ, Bundesrat Alfred Schöls. An die Adresse von Ministerin Doris Bures, "für die solche Gehaltsverhandlungen halt noch neu sind", meinte Schöls, "Bures soll sich einmal bei ihrem Regierungs- und Parteikollegen Buchinger erkundigen, was er bei Gehaltserhöhungen heuer für gerechtfertigt hält." Und Schöls merkte dazu kritisch an, "man kann nicht im Sommer laut Beifall klatschen, wenn’s mit vier Prozent gegen die Wirtschaft geht und im Herbst empört sein, wenn man selbst mit dieser Forderung konfrontiert ist."

Für den Öffentlichen Dienst gebe es jedenfalls keinen Grund, mit berechtigten Forderungen hinter dem Berg zu halten, bekräftigte Schöls. Denn maßgeblich für Gehaltsverhandlungen seien Inflation und Wirtschaftswachstum. Ausschließlich auf Basis dieser Parameter habe die GÖD ihre Forderungen erhoben. Schöls: "Kernbereiche des öffentlichen Dienstes, wie etwa Gesundheit, Bildung, Rechtsstaatlichkeit, soziale Sicherheit, Verwaltung und Kultur sind Grundlagen für Lebensqualität und Wohlstand in Österreich. Diese Leistungen des öffentlichen Dienstes sind für die Gesellschaft unverzichtbar und werden in Österreich nicht nur auf höchstem Qualitätsniveau, sondern auch mit äußerst effizientem Personaleinsatz erbracht," zudem hätten die Reformen der letzten Jahre zu enormen Effizienzsteigerungen im öffentlichen Dienst geführt.

Bures-Vorgangsweise "in der Privatwirtschaft undenkbar"

Die Vorgangsweise von Bures, die "begründeten Erwartungen der mehr als 440.000 Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst einfach zu ignorieren, indem sie nicht einmal ein Verhandlungsangebot auf den Tisch legt, stößt auch in Niederösterreich gelinde gesagt auf Verwunderung", sagte Schöls. "In der Privatwirtschaft wäre eine solche Vorgangsweise bei Gehaltsverhandlungen undenkbar."

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