Land Kärnten verlieh den Innovations- und Forschungspreis

LH Haider und KWF zeichneten innovative Unternehmen in vier Kategorien aus

Klagenfurt (LPD) - Kärntens innovativste Unternehmen wurden Montagabend bei der Verleihung des Innovations- und Forschungspreises des Landes Kärnten vor den Vorhang geholt. Es gab insgesamt 35 Einreichungen, in vier Kategorien wurden die jeweils drei Besten ausgezeichnet. Die vier Kategoriesieger sind die MAHLE Filtersysteme Austria GmbH, die VILLAS Austria GmbH, die MTA Messtechnik GmbH und die SW Umwelttechnik Österreich GmbH.

Landeshauptmann Jörg Haider verwies auf die immer besser werdende Innovationskultur im Land. Man baue die Forschungsstruktur aus, bilde Netzwerke, setze auf die Technik-Ausbildung der Jugend und forciere auch die Angebote an Forschungseinrichtungen für kleine, mittlere und Kleinstunternehmen. So habe Kärnten mittlerweile bei den technikorientierten Beschäftigungsmöglichkeiten den österreichweit höchsten Zuwachs. Zum Stichwort Innovationskultur ging Haider auf Brückenschläge zwischen Technik und Kultur ein. So hätten das Land und die Stadt Villach die Errichtung einer Kunst- und Technologiehalle vereinbart. Hier sollen große, dringend benötigte Präsentationsflächen für beide Bereiche entstehen.

Über Innovationskultur referierte auch der Vorstand des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF), Erhard Juritsch. Er sagte, dass es sehr viel Arbeit und Energie brauche, weil Ideen durchgesetzt werden müssten. KWF-Vorstand Hans Schönegger sieht den KWF als "Antreiber der Innovationsszene". Er ging in seiner Rede auf die Rahmenbedingungen für Innovation ein. 2006 seien in Österreich für Forschung und Entwicklung 6,2 Mrd. Euro aufgewendet worden. Davon würden 2,2 Mrd. von der öffentlichen Hand und vier Mrd. von den Unternehmen stammen. Er verwies auf die hohe Forschungsquote in Kärnten, 2004 habe sie 2,11 Prozent betragen. Vor dem Kärntner Technologiefonds sei diese noch unter einem Prozent gelegen, sagte Schönegger. Aus dem Technologiefonds seien bisher rund 860 Projekte mit insgesamt 141 Mio. Euro unterstützt worden. Gesamtprojektkosten von 1,6 Mrd. Euro seien damit mitfinanziert worden.

Jurysprecher Werner Scherf sprach "großes Lob" für alle Teilnehmer aus und strich das hohe Niveau und die hervorragende Qualität der Einreichungen hervor. Die Kriterien für die Verleihung seien unter anderem die Neuheit der Innovation, der Nutzen, volkswirtschaftliche Aspekte und mögliche Marktchancen gewesen. In der "vielfältig besetzten" Jury saßen laut Scherf Vertreter aus Forschung und Entwicklung, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Carinthian Tech Research, Austria Wirtschaftsservice GmbH und Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

Jeder Sieger erhielt 10.000 Euro und eine von der HTL Ferlach gestaltete Trophäe. In der Kategorie "Großunternehmen" ging als Sieger die MAHLE Filtersysteme Austria GmbH hervor. Zweiter wurde die Donau Chemie Aktiengesellschaft und Dritter die URBAS Maschinenfabrik Ges.m.b.H. Bei den "Kleinen und Mittleren Unternehmen" gewann die VILLAS Austria GmbH vor der EMBATEX AG und der weinberger-holz gmbH. In der Kategorie "Kleinstunternehmen" siegte die MTA Messtechnik GmbH vor Cryo Life Science Technologies und Berglitsch:technik. In der Kategorie "Kooperationsprojekte von Unternehmen" ging die SW Umwelttechnik Österreich GmbH als Sieger hervor. Zweiter und Dritter wurden die URBAS Maschinenfabrik Ges.m.b.H. und Berglitsch:technik.

Zur Teilnahme am Innovations-Staatspreis wurden von der Jury die MAHLE Filtersysteme Austria GmbH sowie die VILLAS Austria GmbH und die EMBATEX AG nominiert. Beim Staatspreis-Sonderpreis "Econovius" wird für Kärnten die MTA Messtechnik GmbH teilnehmen.

Moderiert wurde die Preisverleihung von Michael Weger, dem Intendanten der neuebuehnevillach. Mit zwölf jungen Künstlerinnen und Künstlern des Kärntner Schauspielensembles machte er für jeden Kategoriesieger ein eigenes Improvisationstheater. Dazu mussten sich die Preisträger Stichworte einfallen lassen, die dann von den Schauspielern in Szene gesetzt wurden. Wie Weger sagte, wollten sie damit kreative, schöpferische Funken wecken.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001