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Selbstbestimmung statt Gewalt - Tag gegen Gewalt an Frauen

Bayr fordert strukturelle Verbesserungen

Wien (SK) - Petra Bayr, entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, verweist im Zusammenhang mit dem Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November auf strukturelle Aspekte, die Gewalt an Frauen vorbereiten und begünstigen. "Ein essentieller Punkt für die Vermeidung von Gewalt an Frauen ist deren Möglichkeit zur Selbstbestimmung", so Bayr, "und diese wird ganz wesentlich durch ökonomische Unabhängigkeit ermöglicht!" ****

Bayr betont die Wichtigkeit, zum einen den Opfern von zumeist häuslicher Gewalt Hilfe und Beratung zur Verfügung zu stellen, zum anderen aber auch präventive Maßnahmen zu forcieren. "Bildung und bezahlte Arbeit", ist Bayr überzeugt, "sind die Eckpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben. Und selbstbestimmte Frauen tun sich einfach leichter, z.B. unerwünschten Geschlechtsverkehr zurückzuweisen."

"Auch innerhalb einer Ehe auf den Gebrauch von Kondomen zu bestehen", führt Bayr weiter aus, "bedeutet nicht nur Schutz vor einer HIV-Infektion, sondern auch die Möglichkeit der Geburtenkontrolle. Ein wesentlicher Faktor zur Erleichterung der Erwerbstätigkeit ist für Frauen, selbst zu bestimmen, wann und wie viele Kinder sie bekommen will. In diesem Sinne müssen wir verstärkt die Wichtigkeit von Geburtenkontrolle und dem Zugang zu probaten Mitteln dazu in unsere Bemühungen um die Selbstbestimmung von Frauen miteinbeziehen!"

Das Thema Gewalt an Frauen ist im entwicklungspolitischen Kontext ein brennendes, wie Bayr ausführt: "Die Frauenmorde in Mexiko, die gezielten Massenvergewaltigungen in Kriegen sind ebenso verstärkt zu thematisieren wie die Tatsache, dass die Hauptopfer in Kriegen niemals Soldaten, sondern immer ZivilistInnen - und unter ihnen besonders die Frauen sind!" Den im kommenden Frühjahr stattfindenden EU-Lateinamerika-Gipfel will Bayr dazu nutzen, um diesen Themen den gebührenden Platz einzuräumen, um endlich mehr Effektivität im Kampf gegen Gewalt an Frauen zu erzielen. (Schluss) js/mp

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