"Tiroler Tageszeitung" Kommentar: "Ja zu Tiroler Wahl im April" (Von Frank Staud)

"Herwig van Staa will bis 2013 Landeshauptmann bleiben. Daher sollte er die TirolerInnen gleich fragen." Ausgabe vom 22. November 2007

Innsbruck (OTS) - Das Neuwahlgespenst schwirrt durch die Luft. Um auf jeden Fall noch vor dem Sommer gerüstet zu sein, beschließt der Tiroler Landtag im Jänner die Briefwahl und Wählen mit 16.

Klar, dass so ein eilig durchgepeitschtes Programm hellhörig macht. Seit Langem überlegen die Partei-
strategen von Herwig van Staa, wie ein bestmögliches Wahlergebnis für den anerkannten, aber nicht wirklich beliebten ÖVP-Chef zu erzielen ist. Ein Szenario sieht vor, möglichst schnell Wahlen anzusetzen. Das könnte vor allem den parteiinternen Herausforderer Fritz Dinkhauser in Schwierigkeiten bringen. Der AK-Chefpolterer hat bisher nur gesagt, dass er mit einer eigenen Liste antreten will.

Mit welchem Team und mit welchem Programm ließ er immer offen. Mit vorgezogenen Neuwahlen müsste Dinkhauser "außer aus die Stauden" und auch deutlich früher als geplant seinen Posten als Präsident der Arbeiterkammer räumen.

Für Neuwahlen vor dem Sommer, etwa im April, würde auch sprechen, dass die Landesregierung ihr Arbeitsprogramm in Wahrheit umgesetzt hat. Während in der SPÖ die Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen ist, dürften Grüne und Freiheitliche durchaus für vorverlegte Wahlen zu gewinnen sein.

Herwig van Staa ziert sich noch. Er pocht auf  Wahlen im September. Warum, ist nicht leicht nachzuvollziehen. Die Stimmung für ihn und die ÖVP ist wenig berauschend. Das wird sich bis Herbst nicht ändern. Da van Staa bis 2013 Landeshauptmann bleiben will, sollte er sich lieber früher als später den TirolerInnen stellen. Dann bekommt er Klarheit und erspart uns einen langen Schmutzkübelkampf.

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