Neues Volksblatt: "Eltern-Schule" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 22. November 2007

Linz (OTS) - Als die damalige Bildungsministerin Gehrer vor rund sechs Jahren Verhaltensvereinbarungen für die Schulen propagierte, brach in der SPÖ das große Zetern los. Ein "absoluter Nonsens und ein Rückschritt in die pädagogische Steinzeit", sei das, ein Versuch, Schüler "mundtot" zu machen. Die heutige Ministerin Schmied, bekanntlich ebenfalls SPÖ, sieht solche Vereinbarungen dagegen als zentrales - am besten flächendeckendes - Mittel im Kampf gegen Gewalt an den Schulen.
Die Debatte, ob Gewalt unter Schülerinnen und Schülern zuletzt quantitativ oder in der Intensität zugenommen hat, bleibt letztlich müßig. Entscheidend ist, dass es diese Gewalt gibt - und Schulen in ihrer Gesamtheit bestmöglich beim Umgang damit geholfen werden muss. Denn angesichts vieler Eltern, die sich ihrer Erziehungsaufgabe nur mehr unzureichend stellen, sind sie heute weit über das Vermitteln von Lehrinhalten hinaus gefordert. Das mag man bedauern. Es zu negieren wäre aber fahrlässig. Entsprechend zu unterstützen ist alles, was die Schulen als Vermittler sozialer Kompetenzen im gesellschaftlichen Zusammenleben stärkt - und auch Eltern mit an Bord holt.

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