Schüler sollen in Bildungsfragen stärker eingebunden werden

LTP Halder und LR Stemer bei Eröffnung des Schülerparlaments

Bregenz (VLK) - Landtagspräsident Gebhard Halder steht der Forderung positiv gegenüber, Anträge des SchülerInnenparlaments auf politischer Ebene zu behandeln. Er will dem Erweiterten Präsidium des Vorarlberger Landtages vorschlagen, dass die Anliegen des SchülerInnenparlaments im Kultur- und Bildungsausschuss zur Sprache kommen und dort auch über die weitere Vorgangsweise beraten wird. Damit, so Halder, können die Schülerinnen und Schüler in den Anliegen, die sie zentral berühren, stärker eingebunden werden.

Weiters hat sich das heute, Mittwoch, im Landhaus tagende 1. SchülerInnenparlament im Schuljahr 2007/08 mit einem Projekt zur Stärkung des Sozialkapitals und insgesamt 24 Anträgen befasst. Landtagspräsident Halder trat im Hinblick auf die Wahlaltersenkung für eine Verstärkung der politischen Bildung an den Schulen ein: "Nur das Wahlalter zu senken und der Jugend ab dem 16. Lebensjahr das Wahlrecht einzuräumen ist zu wenig. Wichtig ist, die Jugend gezielt zu informieren und ihr Zugang zu mehr politischen Informationen zu verschaffen. Möglich ist das durch eine Verstärkung der politischen Bildung an den Schulen." Halder will insgesamt den Einfluss der Politik auf die einzelnen Lebensbereiche stärker sichtbar machen:
"Politik - insbesondere die Landespolitik - muss für junge Leute erlebbar und nachvollziehbar sein und die Jugend muss auch stärker eingebunden werden. Nur so können wir das Interesse an der Politik und die Motivation zum Wählen fördern."

Schullandesrat Siegi Stemer zeigte sich erfreut, dass das SchülerInnenparlament dem Thema "Sozialkapital an Schulen" breiten Raum widmete: "Es geht dabei um den Nutzen, den wir alle aus der Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen gewinnen. Ein hervorragendes Beispiel ist das Ehrenamt, das gerade in unserem Land hohen Stellenwert genießt." Es gebe bereits eine ganze Reihe erfreulicher Initiativen an verschiedensten Schulen, so Stemer: "Wenn sich nun auch das SchülerInnenparlament mit der Stärkung des Sozialkapitals befasst, wird es hier zu zusätzlichen Impulsen kommen."

Insgesamt befasste sich das SchülerInnenparlament mit 24 Anträgen. Gefordert wird unter anderem die Einbindung in alle Entscheidungen in Bildungsfragen sowie in die Gestaltung des neuen Schulsystems. Weiters standen die Forderungen nach mehr praktischem Unterricht, einer besseren Verteilung der Unterrichtsstunden und einer breiteren Lehrlingsunterstützung zur Diskussion.

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