VP-Feldmann: White Ribbon Tag im Wiener Gemeinderat

Gewaltprävention muss ausgebaut werden

Wien (OTS) - Österreichweit werden jährlich 150.000 bis 300.000 Frauen Opfer häuslicher Gewalt.
"Das ist eine unglaublich hohe Zahl und wir müssen uns vermehrt anstrengen diesen Frauen den bestmöglichen Schutz und jedwede Hilfestellung angedeihen zu lassen", fordert die Frauensprecherin der ÖVP Wien, Gemeinderätin Barbara Feldmann, im Rahmen der Sitzung des Wiener Gemeinderates am Mittwoch.
Bis dato sei die Unerstützung ungenügend, denn es gäbe derzeit nur 563 Plätze in Frauenhäusern, eine Anzahl, die bei weitem nicht ausreicht.

White Ribbon im Wiener Gemeinderat

Viele der anwesenden männlichen GemeinderätInnen trugen in dieser Sitzung eine weiße Schleife - White Ribbon, die weltweit größte Initiative von Männern gegen Männergewalt an Frauen. "Ich freue mich, dass auch die GemeinderätInnen in Wien sich zunehmend dieser Initiative anschließen und durch das Tragen der weißen Schleife ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzen", so Feldmann.
White Ribbon hat auch ein `education kit´ für Schulen entwickelt. "Ich halte dieses kit für ganz besonders wertvoll und wichtig und werde dazu auch demnächst einen Antrag im Gemeinderat einbringen", will Feldmann auch bei der Jugend ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.

Anträge wider die Gewalt

Bereits im Jahr 2004 gab es einen Vier-Parteien-Resolutionsantrag um wirksame Maßnahmen gegen Stalking gesetzlich zu verankern, und auch diesmal stellten alle vier Parteien wieder einen Antrag: Der Bundesgesetzgeber soll Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gewaltprävention setzen. Zusätzlich brachte die Wiener VP im Zuge der Budgetdebatte einen Antrag zur Erarbeitung eines Aktionsprogrammes zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt ein. "Leider hat die SPÖ diesen Antrag aus mir unverständlichen Gründen nicht unterstützt, denn ich bin der Meinung, dass es besonders in diesem Bereich unumgänglich ist, dass alle zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen", so die VP-Wien Frauensprecherin. Denn keine Institution könne das Problem alleine lösen.
"Traurig ist die Tatsache, dass das Frauenbudget auch heuer mit nur 1 Prozent Steigerung, das sind 80.000 Euro, wieder viel zu gering ausgefallen ist, aber ich hoffe, dass in naher Zukunft ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden um wichtige Vorhaben in der Frauenpolitik auch umsetzten zu können", schließt Feldmann.

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