Hradecsni: Qualitätszeichen "Made in the EU" geht in falsche Richtung

Grüne fordern bessere Produkt-Herkunftsangaben

Wien (OTS) - "Der Vorschlag des Gesundheitskommissars Kyprianou, dass alle Lebensmittel, deren Endfertigung in der EU stattfindet, das Qualitätssiegel "Made in the EU" tragen sollen, bringt keinen Vorteil für die KonsumentInnen, da diese dann noch weniger Information erhalten", kritisiert die Konsumentenschutzsprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni und weiter: "Für die KonsumentInnen wäre dann nicht mehr erkennbar, aus welchem EU-Land die Lebensmittel stammen. Viele KonsumentInnen kaufen aber bewusst regionale Produkte, da sie auf deren Qualität besonders vertrauen".

Aber auch das Herkunftszeichen "Made in Austria" ist für Hradecsni nicht ausreichend: "Den meisten KonsumentInnen ist nicht bewusst, dass dieses Zeichen schon dann am Produkt angebracht werden kann, wenn mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung in Österreich erfolgt ist. Überspitzt gesagt bedeutet das, dass es bei einem Glas Marillenmarmelade ausreichend ist, wenn das Glas aus Österreich stammt, um das Gütesiegel "Made in Austria" verwenden zu dürfen. Aus welchem Land die Marillen herkommen, spielt keine Rolle", erläutert Hradecsni und verlangt abschließend: "Anstatt die Herkunftsangaben weiter zu verwässern, sollte der Gesetzgeber bzw. die Kommission Maßnahmen setzen, Produkte glaubhaft auszuweisen".

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