Bartenstein: Österreich und Schweden sind Vorreiter bei Energieeffizienz

Österreichisch-schwedisches Wirtschaftsforum und Workshop zu erneuerbaren und nachhaltigen Energieträgern

Wien (BMWA-OTS) - "Es gibt keinen Stein der Weisen zur Reduktion
der Treibhausgase, aber wir müssen jedenfalls alle mit an Bord holen und uns alle Optionen - mehr Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger - offen halten. Klimawandel und Energiepolitik gehen daher Hand in Hand", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein heute in Wien beim österreichisch-schwedischen Wirtschaftsforum und dem Workshop "Renewable Energy Sources".

Wichtiges Ziel sei, den Anteil erneuerbarer Quellen zur Energieproduktion auszubauen. Gerade Österreich und Schweden gelten dabei als Vorreiter in der Europäischen Union. "Daher wird die Europäische Kommission bei der Frage Burden Sharing wohl jene Länder, die in diesem Bereich bereits vieles vorangebracht haben, auch fair behandeln müssen", so Bartenstein.

Vor allem die aktuellsten Prognosen der Internationalen Energieagentur IEA, wonach 2030 der Anteil fossiler Energieträger bei 82 Prozent liegen werde, müssten als Anlass gesehen werden, weiterhin "ambitionierte" Ziele zu haben. Denn der derzeit errechnete prognostizierte Anteil aus erneuerbaren Energieträgern werde 2030 lediglich den Rückgang bei Nuklearenergie kompensieren. "CO2 hat kein Mascherl - wir müssen alle - vor allem auch die USA, Indien und China, in eine nachhaltige Energiestrategie einbeziehen", sagt der Wirtschaftsminister.

In Österreich, so Bartenstein weiter, hätten 2006 die erneuerbaren Energieträger inklusive Wasserkraft einen Anteil von 24,1 Prozent erreicht. Das Wirtschaftswachstum lag bei 3,3 Prozent, der Bruttoinlandsverbrauch nahm unterdessen um lediglich 0,6 Prozent zu. "Damit zeigt sich: Die Entkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch in diesem Lande funktioniert", so Bartenstein.

Bei der Frage von erneuerbaren Energieträgern wäre künftig verstärkt auch die allgemeine Rohstofffrage zu betrachten. "Ich meine damit nicht nur die Rohstoffmärkte für die Stahlindustrie. Wir müssen uns auch die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen genau ansehen". Unbestritten bleibt, dass es viel an Forschung in neue Technologien bedarf. Österreich investiert daher bis 2010 rund 500 Millionen Euro in den Klima- und Energiefonds, der sich auf Forschung nach und Marktdurchsetzung von Methoden zur CO2-Reduzierung sowie auf die Verbesserung der Energieeffizienz konzentriere, so Bartenstein. Ein eindeutiges "Nein" gab es einmal mehr zum Einsatz von Nuklearenergie.

Österreichisch-schwedische Wirtschaftsbeziehungen im Allgemeinen

"Die bilateralen Beziehungen zwischen Schweden und Österreich sind friktionsfrei, solide und sehr dynamisch", erklärte Bartenstein zur allgemeinen Situation. Seit dem gleichzeitigen EU -Beitritt 1995 hätten beide Staaten große Veränderungen erlebt, aber beide hätten aus der Integration Vorteile gewonnen. Der starke Wirtschaftsaufschwung - 2006 in beiden Ländern deutlich über dem EU-Durchschnitt - spiegle sich auch in den bilateralen Handelsbeziehungen wider, sei doch der Warenaustausch zwischen den beiden Ländern von Jänner bis August dieses Jahres um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Auch die Direktinvestitionen hätten mit rund einer Milliarde Euro, die bisher insgesamt von Österreich nach Schweden geflossen sind, und gut über einer Milliarde Euro in der Gegenrichtung, ein bemerkenswertes Ausmaß erreicht, merkte Bartenstein an.

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