Missethon zu Schmied: Problem erkannt, konkrete Maßnahmen weiterhin offen

Eklat bei Schmied-Pressekonferenz - Ignoranz gegenüber Schülern völlig unverständlich

Wien, 21. November 2007 (ÖVP-PK) "Es ist gut, dass Ministerin Schmied endlich das Problem erkannt hat, auf das die ÖVP seit langem aufmerksam macht. Aber anstatt schon wieder mit Experten zu philosophieren, wären konkrete Maßnahmen notwendig", betont ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon zu den heutigen Aussagen von Unterrichtsministerin Schmied. ****

"Allein die Zahl der Schulpsychologen in Wien könnte man mit jenem Geld verdoppeln, das Schmied in ihre Inseraten-Kampagne gesteckt hat", verweist Missethon darauf, dass man mit der einen Million Euro für die Schmied-Inserate rund 20 Schulpsychologen bezahlen könnte. "Die Ministerin hat um 200 Millionen Euro mehr Geld für ihr Ministerium bekommen. Hier muss gezielt in den Kampf gegen Gewalt an Schulen investiert werden. Schmied sollte
jedenfalls jenes Geld, das jetzt bei den Gesamtschulversuchen überbleibt, weil die Hälfte der Schulen abgesprungen ist, für den Kampf gegen Gewalt an Schulen verwenden", fordert Missethon.

"Zusätzlich brauchen unsere Lehrer mehr Handhabe, um für Ordnung und Disziplin an unseren Schulen sorgen zu können", betont der Generalsekretär und berichtet von einer Market-Umfrage, der zufolge 80 Prozent der Bevölkerung meinen, dass "Lehrer zu wenig Instrumente haben, um gegen Gewalt an Schulen vorgehen zu können", so Missethon. Die Verhaltensvereinbarungen, die die ÖVP eingeführt hat, seien gut, müssten aber konsequent umgesetzt werden.

"Völlig unverständlich" ist für Missethon jedoch "die Ignoranz der Ministerin gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Wochenlang hat die Schülerunion an ihrer Kampagne gegen Gewalt an der Schule gearbeitet, hunderte begeisterte Schüler wirken derzeit mit, weil sie überzeugt sind, das Richtige zu tun. Die Schüler wollen wachrütteln und sensibilisieren. Nachdem Wilhelm Molterer und Günther Platter bereits das ‚Manifest gegen Gewalt an den Schulen’ unterschrieben haben, hat sich heute Ministerin Schmied geweigert. Das ist völlig unverständlich. Die Schüler hätten die Unterstützung der Ministerin gebraucht", so Missethon abschließend.

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