Grünewald zu Gerichtsmedizin Wien: Ministerium trägt übergeordnete Verantwortung

Wort der Staatsanwaltschaft erwartet, wenn schon Gesundheitsministerium schweigt

Wien (OTS) - "Die von der Gemeinde Wien betriebene massive
Reduktion von Obduktionen am Institut für Gerichtsmedizin der Universität Wien kann einem Wissenschaftsminister nicht gleichgültig sein, das Ministerium trägt übergeordnete Verantwortung. Die Bemerkung Hahns zum Agieren des amtierenden Rektors Schütz - ´Kein Wunder, wenn man einmal die Nerven verliert´ - ist mir als Beitrag zu einer notwendigen Problemlösung absolut unzureichend", reagiert der Wissenschafts- und Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, auf die ministerielle Vorgehensweise.

"Jahrelang wurden räumliche und hygienische Missstände ignoriert und eine Sanierung des Gebäudes hinausgeschoben. Auch die Unterstützung universitärer Klagen und berechtigter Forderungen war jahrelang unzureichend. Minister tragen auch in einer Regierung eine übergeordnete Verantwortung und diese vermisse ich sehr", kommentiert Grünewald die Situation um die Wiener Gerichtsmedizin.

"Der Schlagabtausch zwischen Bund, Gemeinde Wien und Justizressort um eine kostengerechte Finanzierung von notwendigen Obduktionen führt nur zur Verwirklichung des Florianiprinzips und ignoriert die weitreichenden folgen für Lehre, Forschung, Gesundheitspolitik und Justiz. Qualitätseinbrüche und Ausbildungsmängel werden nicht auf sich warten lassen", so Grünewald, der die Aufnahme weiterer Verhandlungen über mögliche Kompromisse fordert.

"Für die Antwort ´nix is´ g´schehn´ brauche ich keinen Minister und ich erwarte mir hier auch dringend ein weiteres Wort aus der Staatsanwaltschaft, wenn schon das Gesundheitsministerium schweigt", schließt Grünewald.

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