Keck: SPÖ steht für Tierschutz - Gesetzesnovelle soll Qualzuchten und Kaninchen in Käfighaltung verbieten

Wien (SK) - "Die Novellierung des Tierschutzgesetzes wird klare Verbesserungen mit sich bringen. So soll die Käfighaltung von Kaninchen verboten werden, genauso wie die Qualzuchten, wodurch Hunden zu kurze Schnauzen oder zu lange Wirbelsäulen angezüchtet wurden", unterstrich SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Außerdem soll der Verkauf von illegal importierten Welpen aus den osteuropäischen Staaten untersagt werden. "Um die Nachfrage nach Hunden trotzdem befriedigen zu können, soll daher der Verkauf von Welpen in Zoofachhandlungen unter strengen behördlichen Auflagen erlaubt werden", so Keck. ****

Die Tierschutzgesetzesnovelle, die am kommenden Freitag im Gesundheitsausschuss beschlossen werden soll, werde daher einen deutlichen Fortschritt und keineswegs wie von den Grünen behauptet einen Rückschritt darstellen, betonte der SPÖ-Abgeordnete. "Es liegt jetzt ausschließlich an der ÖVP, diese Verbesserungen mitzutragen", so Keck. Nach der Tierschutzgesetzesnovelle aus dem Jahr 2005 hätte der Tierschutzrat die Möglichkeit gehabt, etwas gegen die Qualzucht zu unternehmen, Verordnungen auszuformulieren, die der Bundesminister dann erlassen hätte können. Der Tierschutzrat habe dies jedoch nicht gemacht, daher werde jetzt das Verbot von Qualzuchten im Gesetz formuliert. Den Züchtern werde eine Übergangsfrist bis 2018 gegeben, um durch züchterische Maßnahmen Merkmale der Qualzucht, wie zu kurze Schnauzen, wieder wegzubekommen, erläuterte Keck.

Bei der Novelle des Tierschutzgesetzes seien auch Forderungen der Tierschutzorganisationen eingearbeitet worden, sagte der Abgeordnete. Die Kritik der Grünen an der Regierungsvorlage sei nicht fundiert. Zudem würden Regierungsvorlagen nicht so verabschiedet, wie sie ins Parlament kommen. Durch Nachverhandlungen im Ausschuss konnte die Vorlage noch weiter verbessert werden. "Die SPÖ ist die Tierschutzpartei schlechthin. Auf Initiative der SPÖ wurde beispielsweise das Tiertransportgesetz deutlich verschärft und ein Antrag zum Importverbot von Robbenprodukten eingebracht", schloss Keck. (Schluss) js/mm

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