Finanzlage der Gebietskrankenkassen: Ernste Situation

- GKK-Obmann fordert Geld für Ausgleichsfonds und Rücknahme von Gesetzen! - Verwaltungsaufwand auf Niveau 1999 zurückgeführt

Klagenfurt (OTS) - Die finanzielle Lage der Gebietskrankenkassen (GKK`s) ist ernst und kann nicht von deren Selbstverwaltungen gelöst werden, da die Einnahmen-Kompetenz ausschließlich im Gestaltungsbereich der Politik liegt. Das stellt der Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse Helmut Pansi zur aktuellen Finanzdiskussion fest und verweist auf ein zunehmendes Problem zwischen Einnahmen und Ausgaben. Dies habe auch der aktuelle Rechnungshofbericht bestätigt.

Durch gesetzliche Entscheidungen wurden seit 1997 alleine der Kärntner Kasse 103 Millionen Euro an Geldmitteln vorenthalten bzw. "abgezogen". Dies hat, zusätzlich zu den Strukturproblemen im Bundesland, zu einer weiteren finanziellen Verschärfung der Kassenlage geführt.

Daher fordert der Kärntner GKK-Obmann unter anderem mehr Geld für den Ausgleichsfonds im Hauptverband, um damit vorrangig Kassen mit Liquiditätsproblemen zu helfen sowie eine Rücknahme der belastenden Gesetze und Bestimmungen.

In der Finanzierungsdiskussion dürften die wahren Geldmengen, um die es in diesem Zusammenhang geht, nicht "relativiert" werden. Von der vorgesehenen bescheidenen Beitragsanhebung fließt fast ein Drittel wieder direkt in die Spitäler. Auch die "Rezeptgebühren-Deckelung-Neu" wird den Kassen voraussichtlich etliche Millionen kosten. Daher sind die Warnungen der Verantwortungsträger aus den Selbstverwaltungen durch die Politik mehr als ernst zu nehmen, mahnt Kärntens Kassenobmann Helmut Pansi.

Auf die finanziellen Problemstellungen verweist in diesem Zusammenhang GKK-Direktor Dr. Alfred Wurzer. Eine Entwicklung der Jahre 2002 bis 2007 zeigt eine Einnahmensteigerung von 86,9 Millionen Euro (vorrangig Versicherungsbeiträge). Die Ausgaben (Versicherungsleistungen) steigen in diesem Zeitraum auf voraussichtlich 108,5 Millionen Euro. Die größten Ausgabensteigerungen im Zeitraum 2002 bis 2007 sind Kosten für Heilmittel, + 35,4 Mio. Euro, Anstaltspflege (Krankenanstalten), + 31,4 Mio. Euro sowie für ärztliche Hilfeleistungen/Honorare, 26,1 Mio. Euro. (siehe Grafik im Anhang)

In diesem Zeitraum stiegen die Verwaltungskosten lediglich um 0,9 Mio. Euro. Diese sind überdies im Vorjahr auf das Niveau des Jahres 1999 zurückgeführt worden, erläutert GKK-Direktor Dr. Wurzer. (siehe Grafik im Anhang)

Weitere Informationsquellen:
OTS0196 5 II 0448 KGK0001 vom 30.10.2007
KGKK-Homepage www.kgkk.at

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