Hradecsni zu ´Gratis´-Internetfalle: Regierung hat tatenlos zugesehen

Abzockerei im Internet bekanntes Problem - Gewinnabschöpfung wirksamste Gegenmaßnahme

Wien (OTS) - Die Ergebnisse einer Stichprobe der Arbeiterkammer zu den Fallen vermeintlicher Gratis-Internetangebote überraschen die KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni, nicht. "Die Abzockerei im Internet mit vermeintlichen ´Gratis´-Angeboten nimmt überhand und die Regierung hat tatenlos zugesehen. Die Grünen haben bereits mehrmals nachdrücklich auf die unlauteren Machenschaften vieler angeblicher ´Gratis´-Internetangebote hingewiesen und auch einen entsprechenden Gesetzesantrag eingebracht, der aber von der Rot-Schwarzen Mehrheit im Parlament abgelehnt wurde. Solange diese unseriösen Anbieter aber nicht mit empfindlichen Konsequenzen rechnen müssen, wird sich die Situation für die KonsumentInnen nicht verbessern", so Hradecsni.

Die wirksamste Maßnahme wäre die Gewinnabschöpfung, die vorsieht, dass Unternehmen den Gewinn, den sie durch unlautere Geschäftspraktiken oder Gesetzesverstöße erzielen, herausgeben müssen. "Denn Aufklärung und Information über Internetkriminalität ist zwar ein wichtiger Schritt, aber bei weitem nicht ausreichend. Die Gewinnabschöpfung würde den Machenschaften unseriöser Anbieter am wirksamsten Einhalt gebieten, denn wenn diese den Gewinn, den sie durch ihre unlauteren Geschäftspraktiken erzielen, nicht behalten dürften, dann würde dieser Geschäftszweig rasch uninteressant werden", so Hradecsni.

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