Industrie: Schweden und Österreich Vorreiter bei Erneuerbarer Energie

Workshop mit schwedischem König Carl XVI. Gustav im Haus der Industrie - Überehrgeizige Klimaschutzziele im europäischen Alleingang gefährden Wirtschaftsstandort und Weltklima

Wien (OTS) - (PdI) "Der Klimawandel und die notwendige Reduktion
von Treibhausgas-Emissionen sind die zentrale Zukunftsfrage, die nur auf globaler Ebene zu lösen ist. Die Industrie steht dabei für sichere Energieversorgung UND sinnvollen Klimaschutz", erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger, heute, Mittwoch, im Rahmen des von der IV gemeinsam mit der Schwedischen Botschaft und der Schwedischen Außenhandelsstelle veranstalteten Workshops "Renewable and Sustainable Energy" im Wiener Haus der Industrie. "Erneuerbare Energie und Umwelttechnologien im Bereich Energieeffizienz bieten dabei neue Chancen für unsere Unternehmen, die wir - wie etwa die USA - nutzen müssen. Gleichzeitig dürfen wir die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie nicht durch überehrgeizige und illusorische Klimaschutzziele schwächen", so Sorger.

Neben dem Ehrengast, dem schwedischen König Carl XVI Gustav, waren namhafte Vertreter der schwedischen und österreichischen Wirtschaft wie Frau Helen Dubhorn, Country Managerin von IKEA Österreich, Rolf Hasselström, President and CEO von OPCON, Peter Riedler, Head of Public-private Affairs AVL, Bengt Ekenstierna, Managing Director von E.ON Gas in Schweden sowie Walter Böhme, Innovationsmanager der OMV beim Workshop im Haus der Industrie vertreten. Seitens der Regierungen der zwei Länder nahmen die schwedische Vize-Premierministerin und Ministerin für Wirtschaft und Energie Maud Olofsson sowie Österreichs Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Martin Bartenstein teil.

Europäische Alleingänge gefährden Wohlstand UND Weltklima

IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer erklärte im Workshop, "die europäischen Alleingänge bei Treibhausgasen und Erneuerbarer Energie sind weder im Sinne unseres Wohlstandes noch des Weltklimas". Es sei "geradezu absurd, energieeffiziente Produktion aus Österreich und Europa zu verdrängen, die dann durch weniger energieeffiziente Produktion etwa in Russland oder China ersetzt würde".

Beyrer verwies darauf, dass der weltweite Treibhausgas-Ausstoß in den nächsten Jahrzehnten laut Klimaforschern um 50-80 Prozent reduziert werden müsste, um die Klimaänderung im erträglichen Maße zu halten. Gleichzeitig habe die Internationale Energieagentur in Paris in ihrer jüngsten Prognose festgestellt, dass der globale Energieverbrauch vor allem wegen des enormen Energie-Verbrauchs in China und Indien bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen werde.

Die energiepolitische Situation in Europa sei geprägt durch eng begrenzte Energiereserven und stetig steigendem Energieverbrauch. Gleichzeitig seien Schweden und Österreich "Vorreiter bei Erneuerbarer Energie. Unsere Unternehmen gehören zu den energieeffizientesten und innovativsten auf der Welt", betonte Beyrer. "Hier eröffnen sich neue Marktchancen. Europa und die europäische Industrie sollten die Chancen aus dieser Herausforderung nutzen, um unser Technologie-Know-How und damit unsere Wettbewerbsposition zu stärken."

Industrie als entscheidender Teil der Lösung

Die Industrie verstehe sich durch neue Technologien, Forschung und Innovation "als entscheidender Teil der Lösung", so der IV-Generalsekretär. "Für den Spagat zwischen Wirtschaftswachstum, steigender Energienachfrage - wobei wir auf fossile Energie auch in Zukunft nicht verzichten werden können - und Reduktion der Treibhausgasemissionen brauchen wir den Ausbau erneuerbarer Energie, einen bedachten Umgang mit unseren Ressourcen und die Innovationskraft der europäischen Unternehmen", so Beyrer. Der Entwicklung neuer Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz bei fossiler Energie komme daher "zentrale Bedeutung zu. Auch hier spielt die Industrie eine Schlüsselrolle."

Die Industrie erwarte sich von den europäischen und nationalen politischen Entscheidungsträgern eine Klimapolitik "ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu beinträchtigen", so Beyrer. "Es sei nicht hinzunehmen, dass die Unternehmen durch Maßnahmen wie teuren Emissionshandel, Zwangsversteigerung von Zertifikaten und Dauersubventionierung von Ökoenergien ihrer finanziellen Kraft beraubt werden. Denn damit werden der innovationsfreudigen und effizienten Industrie jene Mittel genommen, die sie für Investitionen in neue Technologien zur Nutzung Erneuerbarere Energien und Steigerung der Energieeffizienz dringend benötigen würde", betonte der IV-Generalsekretär.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: (++43-1) 711 35-2306
Fax: (++43-1) 711 35-2313
info@iv-newsroom.at
http://www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001