KORREKTUR ZU OTS046 von heute: Kaninchen-Käfigverbot JETZT! VIER PFOTEN-Aktion vor Parlament

Wien (OTS) - KORREKTUR ZU OTS046 vom 21.11.2007: Die Aktion "Kaninchen-Käfigverbot JETZT! VIER PFOTEN-Aktion vor Parlament" findet am Freitag, nicht Donnerstag statt

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:

Titel: Kaninchen-Käfigverbot JETZT! VIER PFOTEN-Aktion vor Parlament

Anlässlich des am Freitag tagenden Gesundheitsauschusses, der auch über Tierschutzfragen entscheidet, macht die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gegen die Käfighaltung von Kaninchen mobil. Mit einer Aktion vor dem Parlament - bei der eine originale Käfigbatterie von Mastkaninchen aufgebaut wird - soll auf diesen gravierenden Missstand in der Österreichischen Kaninchenhaltung aufmerksam gemacht werden.

Wo: vor dem Parlament
Wann: Freitag, 23.11.2007, von 9:00 bis 11:00 Uhr

Nach Schätzungen der FAO (Food and Agriculture Organisation)werden in Österreich pro Jahr ca. 350.000 Kaninchen für die Fleischgewinnung gehalten und geschlachtet. Es existieren nur drei größere Mastbetriebe womit die Kaninchenmast für die Österreichische Landwirtschaft insgesamt nahezu unbedeutend ist. In diesen Betrieben werden die Tiere gehalten wie Hühner in der Legebatterie. So steht einem Jungtier unter 1,5 kg Körpergewicht nur 20 x 19,5 cm (2/3 einer A4 Seite) Fläche zum Leben zu. Auf Drahtgitter-boden, ohne artgerechtes Futter, ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Sonnenlicht und ohne Einstreu.
"Wer ein solches Käfigsystem im Original einmal gesehen hat, dem wird klar, unter welch grausamen Bedingungen die Kaninchen zur Fleischgewinnung in Österreich gehalten werden", erklärt Philipp Strohm, Kampagnenverantwortlicher von VIER PFOTEN.
Geht es nach der umstrittenen Gesetzesnovelle, die vom Gesundheits-ministerium (ÖVP) vorgelegt wurde und am Freitag den 23.11. in den Gesundheitsausschuss eingebracht werden soll, müssen Kaninchen noch bis 2020 in genau diesen engen Drahtgitterkäfigen ihr Leben fristen. Und auch für die Zeit danach sind nur minimale Verbesserungen, aber noch immer kein Käfigverbot vorgesehen.
"Die vom Gesundheitsministerium vorgelegte Gesetzesnovelle verstößt eindeutig gegen §13 des Tierschutzgesetzes. Danach müssen Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend gehalten werden", so Strohm. "Diese Politik ist nicht nur unverantwortlich, sondern stößt auch auf breites Unverständnis. Die Menschen in Österreich sind sehr tierfreundlich. Keiner versteht, weshalb Hühner und Nerze wegen Tierquälerei aus den Käfigen herausgeholt wurden, die Kaninchen aber nicht. Wir brauchen dringend ein Käfigverbot für Kaninchen."

SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ haben sich bereits für eine Verbesserung in der Kaninchenhaltung ausgesprochen. VIER PFOTEN appelliert dringend an die ÖVP: Helfen Sie den leidenden Kaninchen mit einem Käfigverbot - jetzt! Auch der Einzelhandel hat bereits reagiert und entwickelt zusammen mit Produzenten tierfreundliche Haltungssysteme für Kaninchen nach Schweizer Vorbild. In der Schweiz werden Kaninchen bereits seit Jahren tierfreundlicher gehalten.

Rückfragen & Kontakt:

Philipp Strohm, Kampagnensprecher, Tel. 01/8950202/31
E-Mail: philipp.strohm@vier-pfoten.org
Sonja Sagan, Pressesprecher VIER PFOTEN Headquarter
Tel. 01/545 50 20/61, E-Mail: sonja.sagan@vier-pfoten.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF0002