Kdolsky: Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken

Umsetzungsbericht über Nationalen Aktionsplan für die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Ministerrat

Wien (OTS) - "Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, angemessen versorgt, gefördert und geschützt zu werden und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Kinder sind kompetente Persönlichkeiten und eigenständige Träger von Rechten, die sie auch selber vertreten können. Eine Kinder- und Jugendpolitik, die dem anspruchsvollen Kinderrechteansatz entspricht, rückt Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit", sagte Familien- und Jugendministerin Andrea Kdolsky heute, Mittwoch. In diesem Zusammenhang verwies sie auf den Nationalen Aktionsplan für die Rechte von Kindern und Jugendlichen (NAP), der im Anschluss an den UNO-"Weltkindergipfel" von 2002 in einem vorbildhaften Beteiligungs-Prozess erstellt wurde. Kdolsky legte dem Ministerrat heute einen dementsprechenden Umsetzungsbericht vor. "Die Bilanz der vergangenen Jahre kann sich sehen lassen. Der 200 Maßnahmen umfassende Aktionsplan hat die Umsetzung der Kinderrechtskonvention -die mit ihren Standards und Zielen einen sehr guten Rahmen für unser Handeln abgibt - in den vergangenen fünf Jahren in Schwung gebracht. Der Kinderrechtsgedanke konnte somit in Österreich Fuß fassen." ****

Der Aktionsplan enthält Maßnahmen zu allen wichtigen Bereichen der Kinderrechtskonvention (KRK). Einerseits wird das Recht der Kinder auf Selbstbestimmung, andererseits die Rahmenbedingungen für optimale Start- und Entwicklungschancen durch eine Familienpolitik gestärkt, die die Möglichkeiten und Kompetenzen der Eltern fördert. Als Beispiele für die bereits umgesetzten Maßnahmen nannte die Familien-und Jugendministerin die Senkung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre, die Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes sowie die Erhöhung des Mehrkindzuschlages. Weiters verwies Kdolsky auf den bereits beschlossenen Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung. Einen prominenten Platz im Aktionsplan finden auch vielfältige Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt. In diesem Zusammenhang begrüßte Kdolsky das vorgestern von Vizekanzler und Finanzministerin Molterer gemeinsam mit der Schülerunion vorgestellte "Manifest gegen Gewalt an Schulen".

In ihren Ausführungen wies die Familien- und Jugendministerin auch darauf hin, dass es in der Kinderrechtskonvention heißt, dass Kinder das Recht haben, sich eine eigene Meinung zu bilden und frei zu äußern aber auch, dass ihre Meinung angemessen berücksichtigt werden muss. "Wir alle müssen die Gedanken und Meinungen der Kinder und Jugendlichen besser wahrnehmen, um ihren Beitrag schon jetzt für die Entwicklung unserer Gesellschaft nutzen zu können", so Kdolsky weiter. "Kinder und Jugendliche müssen ihre Rechte aber auch kennen, um sie einfordern zu können. Die Bewusstseinsbildung für die Ziele der Kinderrechtskonvention ist mir daher sehr wichtig und bildet eine zentrale Aufgabe des NAP."

"Weil Kinderrechtspolitik eine typische Querschnittsmaterie ist, sehe ich in der Koordination und Kooperation aber auch der Bewusstseinsbildung eine zentrale Aufgabe. Schon bei der Erstellung des NAP waren alle gesellschaftlichen Kräfte, auch 20.000 Kinder und Jugendliche, eingebunden" sagte Kdolsky. In diesem Zusammenhang forderte sie abschließend alle Institutionen und Menschen, deren Handeln die Lebensbedingungen unserer Kinder mitbestimmen, auf, die Leitgedanken der Kinderrechtskonvention mitzutragen und gemeinsam weiter zu entwickeln.

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