Leitl: Österreichs Wirtschaft bietet Schweden umfassende Kooperation bei Energie- und Umwelttechnologie an

Mehr als eine Milliarde Euro ist neuer Exportrekord - WKÖ-Präsident hofft, dass Schweden der Eurozone beitritt

Wien (PWK899) - Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Schweden und Österreich entwickeln sich exzellent. Sie sind aber noch ausbaufähig. Insbesondere auf dem Sektor Erneuerbare Energie- und Umwelttechnologie sind beide Länder in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung weltweit höchst aktiv. "Hier würde sich eine intensive Kooperation anbieten", schlägt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl heute bei der Eröffnung des schwedisch-österreichischen Wirtschaftsforums vor.

Österreich und Schweden haben sehr viel Gemeinsames: Eine starke Wirtschaft mit hoher Beschäftigung, gutem Wachstum, niedriger Inflation und hoher Steuerleistung für die Bürger. Die Unternehmen beider Länder haben eine hohe soziale Verantwortung und sind im internationalen Vergleich Spitzenreiter bei Umweltmaßnahmen. Leitl:
"Mit jeweils deutlich über 100 Milliarden Euro Exportvolumen schlagen sich unsere Länder auch in Zeiten einen globalen Wirtschaftsentwicklung hervorragend. Wir haben beide die Chance einer starken Kooperation mit den mittel- und osteuropäischen Ländern erkannt und sind dort erfolgreich aktiv." Der bilaterale Handel zwischen Schweden und Österreich entwickelt sich dynamisch. Der österreichische Export nach Schweden (v.a. Kfz, Eisen und Maschinen) stieg 2006 um fast 9 Prozent auf die vorerst neue Rekordmarke von 1,1 Milliarden Euro. Zwischen Jänner und August 2007 konnten erneut 16 Prozent plus (812 Mill. Euro) verbucht werden. Die Importe Österreichs aus Schweden erreichten 2006 1,25 Mrd. Euro.

Beide Länder, so Leitl, können aber auch viel von einander lernen. Das schwedische Pensionssystem ermöglicht es, dass in Schweden doppelt so viele Menschen wie in Österreich zwischen 55 und 65 Jahren in Beschäftigung stehen. In Zeiten des Facharbeitermangels sollte man die Gründe dafür - etwa das finanzielle Anreizsystem - auch in Österreich beherzigen. Leitl: "Umgekehrt liegt Österreich bei der Jugendbeschäftigung wesentlich besser als Schweden, hier könnten wir unsere Erfahrungen gerne zur Verfügung stellen."

Bei den weltweiten Aktivitäten ergeben sich ebenfalls viele Anknüpfungspunkte für stärkere Zusammenarbeit. Ein besonderes Anliegen ist es Leitl, gemeinsam die Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine und Russland zu stärken. "Wir sollten hier nicht in Dimensionen der Abhängigkeiten oder gar der Bedrohung denken, sondern in Dimensionen der wechselseitig verstärkten Zusammenarbeit und damit Stabilität. Ein stabiles Europa ist ohne ein stabiles Russland nicht denkbar", so Leitl.

Einen Wunsch deponierte Leitl in Anwesenheit des Königs und der höchstrangigen schwedischen Wirtschaftsvertreter: "Schweden sollte möglichst bald der Eurozone beitreten. Die Eurozone wird die Kerngruppe der Vertiefung in Europa sein, und bei dieser Vertiefung sollte Schweden aktiv mitwirken!". (RH)

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