FP-Ebinger: Unverständliche Argumentation von BM Hahn und Rektor Schütz

Traditionsreiche Gerichtsmedizin muss erhalten bleiben

Wien, 21.11.2007 (fpd) - Auf Grund der kürzlichen Kritik des Rechnungshofes wurde im Wiener Gemeinderat in einem einstimmigen Beschluss festgehalten, dass die sanitätsbehördlichen Obduktionen nicht mehr durch die Gerichtsmedizin sondern durch die jeweiligen Pathologien der Spitäler des KAV durchgeführt werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das gerichtsmedizinische Institut in der Sensengasse - laut Aussage vom Rektor der medizinischen Universität, Wolfgang Schütz - sowohl baulich, hygienische als auch ausstattungsmäßig einen völligen Neubau erfordern würde, so der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, GR LAbg. Mag. Gerald Ebinger im Zuge der laufenden Gemeinderatssitzung.

Mit Anfang Jänner sollen auch die gerichtsmedizinischen Obduktionen nicht mehr in der Sensengasse durchgeführt werden. Bundesminister Hahn stellt in der Presse vom 21. November fest, dass zwar 16,5 Mio. Euro im Budget für die Sanierung vorgesehen sind, diese aber nunmehr anders eingesetzt werden sollen. Unverständlich erscheint in diesem Zusammenhang vor allem die Aussage, dass der Lehr- und Forschungsbetrieb aber sehrwohl in den Räumlichkeiten wie bisher verbleiben soll. Dies würde laut Ebinger jedenfalls eine Renovierung der für die Forschung und Lehre benötigten Räumlichkeiten erforderlich machen.

Weiters ist es laut Ebinger völlig unverständlich, dass man die Forschung und Lehre auf der Gerichtsmedizin aufrecht erhält ohne gerichtsmedizinische Obduktionen. Stadträtin Wehsely hat in der heutigen Fragestunde des Gemeinderates klar festgestellt, dass wenn es eine Renovierung gibt, die sanitätsbehördlichen Obduktionen wieder auf die Gerichtsmedizin kommen werden, so Ebinger.

Der freiheitliche Gemeinderat fordert daher die Zuständigen auf, die unverständliche Haltung endlich aufzugeben und die 16,5 Mio. Euro wie ursprünglich vorgesehen für die Renovierung einzusetzen. Die für die medizinische Forschung in Wien so wichtige und rund 200 Jahre alte traditionsreiche Gerichtsmedizin muss am Leben erhalten bleiben, meint Ebinger abschließend. (Schluss) paw

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