LH Pröll: Fossilienwelt sorgt für zusätzlichen Schub in der Region

Bei Korneuburg entsteht attraktives Ausflugsziel

St. Pölten (NLK) - Die weltweit einzigartige Fossillagerstätte in der Umgebung der Gemeinde Stetten bei Korneuburg wird nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Korneuburg fand gestern Abend im Beisein von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll der symbolische Spatenstich für die "Fossilienwelt Weinviertel" statt.

Das als Themenpark konzipierte Projekt ist für Landeshauptmann Pröll nicht nur ein Beitrag, ein einzigartiges Stück Erdgeschichte zu bewahren, sondern auch ein zusätzlicher Schub für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region. Schließlich schlummert bei Stetten ein 17 Millionen Jahre altes und das weltweit größte erhaltene Austernriff. Für die Fossilienwelt wird es überdacht und mittels Licht- und Toneffekten dargestellt. Ein rund zwölf Meter hoher Turm in Schneckenform wird den Eingangsbereich bilden. Mittels eines Schnitts durch den Berg werden die Schichten freigelegt, die das Leben vor 17 Millionen Jahren dokumentieren. Austernriffe und andere Fossilien sollen somit an den Originalschauplätzen zu sehen sein. Ergänzt wird das Konzept durch einen Themenspielplatz, Themenrestaurant und Shop.

Im Zuge der wissenschaftlichen Grabungsarbeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden im Korneuburger Becken, das laut Projektentwickler Dr. Wolfgang Sovis "eines der best erforschten Becken der Welt ist", mehr als 650 verschiedene Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen.

Das Fossilienparkkonzept ist auf rund drei Hektar geplant; die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3,8 Millionen Euro. "Das Land Niederösterreich steuert für dieses Vorhaben rund 2,3 Millionen Euro bei", so Pröll. Der Landeshauptmann erinnerte dabei auch an die Investitionen in Einrichtungen wie Therme Laa, Heldenberg, Amethystwelt Maissau und Marchfeldschlösser, die den Tourismus im Weinviertel kräftig angekurbelt haben.

Offizieller Baubeginn für die "Fossilienwelt Weinviertel" ist Anfang 2008, eröffnet werden soll diese Einrichtung im Frühjahr 2009. Jährlich rechnet man mit 30.000 bis 40.000 Besucher.

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