Schasching: Ganztagsschule bringt mehr Bewegung für Kinder

Intensive Kooperation mit Sportvereinen notwendig

Wien (SK) - "Es ist erfreulich, dass Sportstaatssekretär Lopatka mittlerweile die große Bedeutung des österreichischen Vereinssports zu schätzen weiß", betont die SPÖ-Abgeordnete und Präsidentin der ASKÖ Wien, Beate Schasching, angesichts der aktuellen Aussagen des Staatssekretärs im Rahmen eines Besuchs beim Mädchen- und Frauenprojekt "Fit und sicher" des ASVÖ Wien. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe Lopatka noch in einer eigentümlichen Interpretation einer Umfrage den zahlreichen Sportvereinen mangelnde Aktivität vorgeworfen, erklärt Schasching gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Anfang November präsentierte der Sportstaatssekretär eine Umfrage zum Sportverhalten von Jugendlichen in Österreich. Eine der "Alarmmeldungen" aus der Umfrage lautete, dass sich nur mehr 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in einem Sportverein engagieren würden. Bei genauerer Betrachtung der Umfrageergebnisse erweise sich diese Feststellung jedoch als klare Verkürzung und erwecke einen völlig falschen Eindruck, informiert Schasching, denn die Frage, auf die in der Aussendung Bezug genommen wurde, lautete: 'Welche Form sich zu bewegen, sportlich aktiv zu sein, ist für dich persönlich die wichtigste, die dich am meisten anspricht und motiviert? Am liebsten bewege ich mich / bin sportlich aktiv ...'. 18 Prozent der Jugendlichen hätten diesbezüglich angegeben, Sport am liebsten im Verein auszuüben. Schasching erläutert: "Das schließt nicht aus, dass auch über diese Zahl hinaus Kinder und Jugendliche im Verein aktiv sind. Gefragt war, welche Form am meisten Spaß macht, und das muss nicht der Vereinssport sein." Tatsächlich sei nämlich die Zahl der in Sportvereinen organisierten Kinder und Jugendlichen weit höher. Schätzungen der Verbände gehen von einer Zahl von rund 50% im Verein aktiver Jugendlicher aus.

Ebenso irreführend sei die Darstellung Lopatkas, so Schasching weiter, wonach der Unterricht in Ganztagsschulen zu weniger Bewegung der Kinder und letztendlich zu einem Ende des Schul- bzw. Vereinssports führe. "Das Gegenteil ist der Fall! Gerade ganztägige Schulformen basieren auf durchdachten Konzepten, in denen sich Lerneinheiten laufend mit Bewegungseinheiten abwechseln. Am Stundenplan der Kinder und Jugendlichen steht also mehr Bewegung", bekräftigt die SPÖ-Abgeordnete.

Neben einer Aufwertung des Sports in den Schulen selber, müsse es überdies eine intensive Kooperation mit den Sportvereinen geben, zumal der Sport in Vereinen nach wie vor die wichtigste institutionelle Alternative zum Schulsport sei. Schasching dazu abschließend: "Hier ziehen die Vereine mit dem Staatssekretär an einem Strang. Die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bundeskanzleramt bzw. Staatssekretariat war in dieser Hinsicht bisher sehr positiv. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleiben wird." (Schluss) ps/mm

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