Bulfon: Kindersicherheit deutlich ausbaufähig

Empfehlungen an Österreich zur besseren Verhütung von Kinderunfällen übergeben

Wien (SK) - Pro Jahr sterben in Europa 5.000 Kinder nach Unfällen, womit der Unfall die häufigste Todesursache in der Altersgruppe der 0-14 jährigen darstellt. Heute, am internationalen Tag der Kinderrechte, wurden im Europäischen Parlament "Child Safety Cards" -ein Report über den Stand der Kindersicherheit inklusive darin inkludierten Verbesserungsvorschlägen - an Vertreter der 18 Mitgliedstaaten übergeben, in denen die Studie durchgeführt wurde. Für Österreich nahm der SPÖ-Europaabgeordnete Wolfgang Bulfon den Report entgegen. "Die Auswertung der österreichischen Bemühungen um Kindersicherheit zeigt deutlich, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel erreicht werden konnte, dennoch gibt es noch viel zu verbessern", so Bulfon. ****

Unter den 18 untersuchten Ländern landet Österreich im besseren Mittelfeld. Die besten Noten in Bezug auf Kindersicherheit erhielten Schweden, die Niederlande und Nordirland, während Portugal, Griechenland und Spanien die schlechtesten Werte erhielten. "Bei genauerer Auswertung zeigt sich, dass die gesetzliche Situation ausreichend ist, allerdings die Umsetzung in der Praxis als mangelhaft angesehen werden muss", so Bulfon, der als Beispiel Kindersitze in PKWs anführt. "Trotz einer eindeutigen gesetzlichen Situation, benützen nur 10 Prozent aller Schulkinder auch tatsächlich einen Kindersitz. Hier gilt es, die Bevölkerung noch stärker als bisher auf die entstehenden Gefahren hinzuweisen", fordert der SPÖ-Europaabgeordnete.

"Durch die deutlich steigende Zahl an privaten Swimmingpools und Biotopen besteht mittlerweile im Bereich des Ertrinkens gerade bei den Kleinsten das größte Risiko. Auch hier muss die Öffentlichkeit verstärkt über sinnvolle Maßnahmen wie etwa einen Schutzzaun aufgeklärt werden", meint Bulfon.

"Viele Unfälle sind bereits mit kleinen Verbesserungen zu verhindern. Studien zeigen, dass 25 bis 40 Prozent aller Unfälle vermeidbar wären, sei es durch kostengünstige Anschaffungen - etwa Radhelme, Kindersitze oder Schutzzäune -, durch wiederholte Informationen oder auch gesetzliche Regelungen. Daher muss dem Thema Kindersicherheit weitaus mehr Bedeutung zugemessen werden, als es bisher der Fall ist", so Bulfon abschließend. (Schluss) js/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005