Neubauer: Gusenbauer mit Pensionistenbrief auf den Spuren Vranitzkys

Die Senioren spüren, dass sie hinters Licht geführt wurden

Wien (OTS) - "Es muss die Frage gestellt werden, ob der Bundeskanzler Neuwahlen vorbereitet", fragte heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer in Bezug den Brief von Bundeskanzlers Gusenbauer. Den Pensionisten solle damit nach Alt-Kanzler-Vranitzky-Vorbild genau so mit Halbwahrheiten die heile Welt vorgegaukelt werden, wie anno dazumal. "Wenn nun gleichzeitig der Regierungspartner als "unanständig" bezeichnet wird, kann sich der "gelernte Österreicher" ausmalen, dass sich die ÖVP dies nicht bieten lassen wird. Ob es nach sieben Jahren der "realen Kürzungen der Pensionen", wie der Kanzler dies ausdrückte, nun sieben fette Jahre für die Pensionisten geben wird, ließ Gusenbauer offen."

"Tatsache ist jedenfalls", so Neubauer, "dass von der neuen Pensionsregelung lediglich 10%, nämlich 213.000 Pensionisten mit 2,9 Prozent Erhöhung, wirklich profitieren. Ganz schlecht schaut die Situation hingegen bei den "Normal-Pensionisten", dem Mittelstand aus. Für diese gibt es einen Fixbetrag von 36,75 Euro. Dies entspricht bei Menschen, die in ihrem Leben mehr als 40 Jahre lang hohe Pensionsbeiträge eingezahlt haben, einer Erhöhung von 1,3 bis 1,5 Prozent, so Neubauer. "Die Mittelstandspensionisten befinden sich in einer durchschnittlichen Steuerprogression von ca. 33 Prozent und müssen ab 1. Jänner 2008 auch noch 0,15 Prozent mehr Krankenversicherung zahlen, das bedeutet, dass die Nettopensionserhöhung unter 1% !! liegt", betonte der freiheitliche Seniorensprecher. Damit komme es gerade bei dieser Gruppe zu einem enormen Realeinkommensverlust. Der Brief des Bundeskanzlers stelle für den Großteil der Senioren in Österreich eine Provokation dar. "Gusenbauer hat im Wahlkampf versprochen, den Mittelstand zu entlasten. Die Realität ist, dass er wieder einmal umgefallen ist."

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