Moser: Eröffnung der A6 kein Grund zum Jubeln

Grüne fordern Anti-Transit-Politik und Ausbau der Bahn

Wien (OTS) - "Die Eröffnung der A6 ist wahrlich kein Grund zum Jubeln", meint die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser und weiter: "Damit werden keine Probleme gelöst sondern bestenfalls verlagert. Mit der A6 werden die Belastungen insgesamt erhöht, Schadstoffe und Lärm werden gewaltige umwelt- und gesundheitsgefährdende Ausmaße erreichen".

Der Verkehr auf der A4/Ostautobahn habe schon vor der Eröffnung der A6 in den Jahren 1998 bis 2006 stetig um fünf bis sechs Prozent pro Jahr zugenommen. "Von 2006 bis 2007 ist der Verkehr sogar um über 15 Prozent angestiegen, vor allem durch den rasanten Zuwachs des LKW-Verkehrs. Diese Zunahme wird sich auch weiter fortsetzen und das alles bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität", erläutert Moser und weiter: "Ein Ausbau der A4, wie von verantwortungslosen ÖVP- und SPÖ-Politikern betrieben, wäre der verkehrte Weg. Wir fordern umfangreiche Schutzmaßnahmen für die im Einflussbereich der A4/A6 lebenden Menschen. Unter anderem Lärmschutzwände und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h in Siedlungsnähe, mehr Förderung für den Gütertransport auf der Schiene, rigorose Kontrollen der LKW bezüglich Einhaltung der Abgasebestimmungen, Überladung, Lenk- und Ruhezeiten und Kontrollen auf den Bundesstraßen gegen Mautflüchtlinge".

"Die wissenschaftlichen Belege über die negativen Auswirkungen verkehrsbedingter Umweltbelastungen auf den Menschen sind dermaßen gravierend und umfangreich, dass keine Minute länger gezögert werden darf. Bahnausbau nach 2020 und Verhindern von Bus-Verbesserungen im Grenzgebiet sind die falsche Antwort. Vielmehr müssen die Steuergeschenke der Regierung an die LKW-Lobby zurückgenommen und die LKW-Lawine eingedämmt werden. Die Lösung kann nur heißen: eine ambitionierte Anti-Transit-Politik und ein Vorantreiben des Ausbaus der Bahn", schließt Moser.

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