ÖSTERREICH: Bischof Schwarz appelliert, Druck von Asylanten zu nehmen

Bleiberecht als Weihnachtsgeschenk für Familie Zogaj und Zeqai

Wien (OTS) - Klare Worte eines Bischofs: Der oberösterreichische Bischof Ludwig Schwarz appelliert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntags-Ausgabe) angesichts der Fälle der Familien Zogaj und Zeqai an die Bundesregierung, "den Druck herauszunehmen, der von Seiten des Innenministeriums und seiner Organe auf Familien, insbesondere auf die Mütter und die Kinder ausgeübt wird". Die derzeitige Vorgangsweise missachte christliche Werte wie Menschenwürde und Nächstenliebe. Der Bischof und der Pastoralrat der Diözese Linz fordern einen dauernden Aufenthalt für diese Familien als "Weihnachtsgeschenk des Staates".

"Wir sehen im derzeitigen Vorgehen nicht nur einen Ausdruck von mangelnder Verantwortung, sondern auch eine menschenrechtlich äußerst bedenkliche Vorgangsweise". Bischof Schwarz fordert daher "eindringlich die Situation von bereits gut integrierten Familien zu lösen, wie es auch das Gesetz ermöglicht, indem ihnen ein humanitärer Aufenthaltstitel gewährt wird".

"Diese Familien sind durch die unzumutbare Verfahrensdauer - das dauert oftmals fünf, sechs, neun Jahre - der staatlichen Behörden in eine äußerst schwierige Situation geraten". Die kommende Adventzeit biete eine gute Gelegenheit, solchen "Herberge suchenden Familien" einen dauernden Aufenthalt zu gewähren. "Das wäre, glaube ich, im Advent ein schönes Weihnachtsgeschenk, das der Staat diesen Familien machen könnte".

Da alleine in Oberösterreich rund 30 andere Familien in einer ähnlichen Situation sind, fordert der Kirchenmann für die Zukunft eine Änderung der geltenden Gesetze: "Ich meine schon, dass Änderungen vorgenommen werden könnten. Vor allem im Hinblick auf das Bleiberecht. Man sollte eine größere Bereitwilligkeit bekunden, solchen Familien ein Zuhause zu geben".

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