AGAKAR - 10 Jahre ambulante kardiologische Rehabilitation

Hinter dem Namen AGAKAR verbirgt sich die "Arbeitsgemeinschaft für kardiologische Rehabilitation".

Wien (OTS) - Gegründet vor nunmehr zehn Jahren, war und ist es das Ziel der AGAKAR, Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen eine möglichst wohnortnahe Langzeitrehabilitation unter professioneller Begleitung anzubieten.

Die Diagnose einer Herz-Kreislauferkrankung bedeutet für die Betroffenen im Hinblick auf die zugrunde liegenden Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhte Blutfette, Bewegungsmangel verbunden mit Übergewicht, die Notwendigkeit einer Änderung ihres Lebensstils. Hat ein Patient den von der AGAKAR empfohlenen Rehabilitationszyklus erfolgreich durchlaufen, kann er davon ausgehen, dass er sich das nötige Rüstzeug für eine dauerhafte Änderung seines Lebensstils erworben hat. Er kann mit höherer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass seine Krankheit zum Stillstand gekommen ist und er von keinem Wiederholungsereignis überrascht wird, wie jemand, der sich keiner kardiologischen Langzeitrehabilitation unterzogen hat.

Verschiedene Untersuchungen belegen den gesundheitsökonomischen Nutzen der ambulanten kardiologischen Rehabilitation wie die Abnahme der Spitalseinweisungen und geringere Krankenhauskosten über einen Zeitraum von drei Jahren, eine Abnahme der Krankenstandshäufigkeit und Frühpensionen, eine Reduktion des Bedarfes an blutdrucksenkenden Medikamenten und den Rückgang kardiologischer Interventionen mit entsprechender Kostenersparnis. Zudem hat eine volkswirtschaftliche Hochrechnung über den Nutzen sportlicher Aktivität von Patienten mit koronarer Herzkrankheit ein Einsparungspotential von rund 200 Millionen Euro ergeben.

Organisiert über die AGAKAR bieten Österreich weit derzeit insgesamt acht und weitere zwei von den Sozialversicherungen betriebene Institute für ambulante kardiologische Rehabilitation ihre Dienste betroffenen Patienten an. Weitere zehn von der AGAKAR organisierte Institutionen nehmen Patienten in einem bereits stabilisierten Zustand ca. vier Wochen nach dem Ereignis zur ambulanten Langzeitrehabilitation auf.

Nach einem über nahezu 10 Jahre dauernden Pilotprojekt, ist es der AGAKAR erst kürzlich gelungen, für alle betroffenen Herz-Kreislaufpatienten, also nicht nur für Berufstätige sondern auch für Pensionisten und mitversicherte Frauen eine Kostenübernahme durch die Sozial- bzw. Pensionsversicherungen zu erreichen. In der unmittelbar an den Krankenhausaufenthalt anschließenden Behandlungsphase werden je nach Bedarf insgesamt 48-72 Therapieeinheiten und in der daran anschließenden länger dauernden Phase 45-90 Therapieeinheiten bewilligt.

Die AGAKAR kann mit großer Freude und Genugtuung auf den von ihr im Verlauf der letzten zehn Jahre maßgeblich mitbestimmten Aufbau der ambulanten kardiologischen Rehabilitation in Österreich und deren Weiterentwicklung auf einen auch über die Landesgrenzen hinaus anerkannten hohen Standard zurückblicken.

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AGAKAR (Verein)
Prim. Dr. Werner Benzer
Vorsitzender der AGAKAR
Departement für Interventionelle Kardiologie und Institut für Sportmedizin
Landeskrankenhaus
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Tel.: 05522 303 9264
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