Strache: Wer profitiert von Teuerungswelle bei Lebensmitteln?

FPÖ fordert Renationalisierung der Landwirtschaft

Wien (OTS) - Die Ursache für die exorbitant hohe Teuerungswelle gerade im Bereich der Lebensmittel könne nicht bei den Landwirten und den Preisen für die landwirtschaftlichen Rohprodukte liegen, erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache.

So sei etwa der Preis, den Bauern für Schweine erhielten, innerhalb eines Jahres um ein Drittel gesunken, führte Strache weiter aus. Beim Rinderpreis gebe es eine ähnliche Entwicklung. Der Mais-Preis sei sogar innerhalb eines Monats um 20 Euro pro Tonne gesunken. Bei der Milch wiederum seien die Preise für die Konsumenten um 40 Prozent gestiegen, die Landwirte hätten allerdings nur um 5 Prozent mehr bekommen.

Die Profiteure der Teuerung seien also nicht die Bauern, betonte Strache. Diese Profiteure seien wohl eher im Dunstkreis des Raiffeisen-Konzerns zu finden.

Die Bauern stünden aber auch deswegen unter Druck, weil ausländische Lebendtiertransporte nach Österreich verfrachtet und hier geschlachtet würden. Dann erhielten sie das Gütesiegel A und könnten als österreichische Qualitätsware verkauft und exportiert werden. Dieses absurde Treiben sei einzustellen. "Das Gütesiegel A darf nur Fleisch von Tieren erhalten, die in Österreich aufgezogen und geschlachtet worden sind", verlangte Strache.

Die Landwirtschaftspolitik solle wieder Sache der Mitgliedsstaaten werden, erklärte Strache weiters. Österreich pumpe durch die EU-Mitgliedsbeiträge 400 Millionen Euro jährlich in die europäische Agrarindustrie. Dieses Geld wäre direkt in Österreich zur unmittelbaren Unterstützung heimischer Landwirte besser eingesetzt.

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