AK Test: Genauer Vergleich führt zu günstigen Angeboten! (1)

Große Preis- und Leistungsunterschiede

Wien (OTS) - Jeder kennt sie, fast jeder hat sie: die Haushaltsversicherung. Die Prämien- und Leistungsunterschiede sind enorm. Die Beratung ist mangelhaft. Das zeigt ein AK Test bei 18 Versicherern von Juli bis Oktober. Das Um und Auf: Prüfen Sie genau vor Abschluss der Versicherung, was Sie brauchen. Denn neben dem Basisschutz gibt es verschiedene erweiterte Zusatzangebote. Sie sind teuer und nicht immer nötig. "Ein passendes und gleichzeitig günstiges Angebot zu finden, kann anstrengend sein, lohnt sich aber", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Die Haushaltsversicherung deckt Schäden an allen beweglichen Gegenständen in den eigenen vier Wänden ab, zB Möbeln, Teppiche, Elektrogeräte. Sie umfasst eine Feuer-, Sturmschaden-, Leitungswasser-, Einbruchdiebstahl- und Glasbruchversicherung. Fast immer ist mit der Haushalts- auch eine Privat-Haftpflichtversicherung kombiniert.

Die Prämien- und Leistungsunterschiede sind enorm: Die jährliche Prämie für eine durchschnittliche 90 Quadratmeter Wohnung in Wien ohne Selbstbehalt beträgt zwischen 145 Euro (Merkur, Kärntner Landesversicherung) und 239 Euro (Wiener Städtische Versicherung). Dieselben Versicherungen kosten bei einem Selbstbehalt von rund 200 Euro bei der Merkur 102 Euro, bei der Wiener Städtischen 143 Euro pro Jahr.

Auffallend: die unterschiedlichen Versicherungssummen - fast 70.000 (Raiffeisen) bis 108.000 Euro (Basler). "Das ist ein Unterschied von mehr als 38.000 Euro", sagt Glatz. Das heißt aber nicht, dass eine höhere Versicherungssumme auch immer eine höhere Prämie bedeutet. Und: KonsumentInnen zahlen auch bei niedrigen Versicherungssummen nicht in jedem Fall die niedrigste Prämie. Jedenfalls sollen KundInnen den Unterversicherungsverzicht vereinbaren, damit im Schadensfall ausreichend entschädigt wird.

Die Beratungsqualität wurde per Mystery-Shopping getestet: Es wurden zehn Beratungsgespräche bei den Versicherern in Wien durchgeführt. Die Tester waren mit der Beratung nicht zufrieden. Die Bedarfserhebung beschränkte sich meist nur auf die Größe und Ausstattung der Wohnung. Nach zB Sicherheitstüren wurde nicht gefragt. Gibt es sie, könnten Prämien gespart werden. Die Berater boten oft die teuren, mit vielen Zusatzleistungen ausgestatteten Versicherungsprodukte an.

Der VKI hat im Auftrag der AK von Juli bis Oktober Angebote von Haushaltsversicherungen untersucht. Von den 24 Unternehmen haben 18 Versicherer geantwortet und Angebote erstellt. Sechs haben an der Erhebung nicht teilgenommen. Abgefragt wurden die Prämien für eine 90 Quadratmeter Wohnung in Wien, durchschnittliche Ausstattung, kein Balkon oder Terrasse, keine großen Glasflächen, keine besonderen Wertgegenstände, keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen. Die Produkte mussten beinhalten: Feuergefahren, indirekter Blitzschlag, Elementargefahren, Leitungswasser, Einbruch- und einfacher Diebstahl, Vandalismus, Neuwertersatz, Unterversicherungsverzicht, Privathaftpflicht mit einer 500.000 Euro Mindestversicherungssumme. (Forts.)

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