Neues Volksblatt: "Wurscht" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 17. November 2007

Linz (OTS) - Wer in einem Betrieb Marketing und Öffentlichkeitsarbeit betreibt, der muss darauf achten, dass Kosten und Nutzen in einer vertretbaren Relation stehen. Je genauer man mit den Informationen die angepeilte Zielgruppe trifft, desto besser. Und desto effizienter sind die Mittel eingesetzt. Marketing-Leute, die das nicht beachten, werden ihren Job bald los sein. In der Privatwirtschaft. Anders liegen die Dinge im öffentlichen Bereich, wie das Beispiel der Informationskampagne des Schmied-Ministeriums zeigt. Zwar dürfte sich nur ein vergleichsweise geringer Teil der Schulen an dem Modellversuch "Neue Mittelschule" beteiligen, noch dazu in begrenzten Regionen. Trotzdem wird ganz Österreich mit der eine Million Euro teuren Kampagne beglückt. Streuverluste nennt man das, wenn Informationen an Leute herangetragen werden, die damit wenig am Hut haben, weil es sie nicht betrifft. Wie gesagt, wer in der Wirtschaft solche Streuverluste verursacht, hat ein Problem. Wenn's hingegen "nur" um Steuergeld geht, ist das offensichtlich "wurscht". Oder soll vielleicht gar nicht der Bekanntheitsgrad der Neuen Mittelschule sondern jener der Unterrichtsministerin erhöht werden?

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