AK-Dinkhauser: Es darf nicht kälter werden in Tirol

Land soll Strom für Bedürftige verbilligen, Heizkosten- und Pendlerbeihilfe kräftig erhöhen

Innsbruck (OTS) - Angesichts der rapid steigenden Lebenshaltungskosten ließ AK-Präsident Fritz Dinkhauser mit fünf konkreten Vorschlägen an das Land aufhorchen: "Das Land hat Fürsorgepflicht für seine Bürger, vor allem für die sozial Schwachen."
Vorschlag 1: Wir schlagen vor, dass die TIWAG als landeseigene Gesellschaft Stromkontingente an sozial Bedürftige kostenlos zur Verfügung stellen sollte. Die Wasserkraft gehört allen Tirolern, wir haben auch dafür alle bezahlt. Die TIWAG rühmt sich zu Recht, den billigsten Strompreis zu haben. Trotzdem könnten die Tarife sozialer gestaffelt werden. Das Land könnte über die TIWAG gerade die Niedrigverdiener und kinderreichen Familien mit Gratis-Strom oder deutlich verbilligter Energie spürbar entlasten. Das wäre mindestens so öffentlichkeitswirksam, wie das Sponsoring für den Fußballklub und andere Aktivitäten.
Vorschlag 2: Ebenso ist das Land gefordert, die Fahrtkostenbeihilfe für Pendler deutlich zu erhöhen. Wie teuer muss Treibstoff noch werden, ehe Kilometergeld und Pendlerbeihilfen endlich erhöht werden?

Vorschlag 3: Zu verlangen ist aber auch, den Heizkostenzuschuss des Landes einerseits deutlich zu erhöhen und anderseits nicht nur Mindestrentnern zukommen zu lassen, sondern an alle Bezieher von Niedrigeinkommen (Arbeitslose, Niedrigverdiener, Notstandhilfeempfänger) zu erweitern. Es hat zwar auf AK-Forderung bereits eine Erhöhung auf 120 Euro gegeben. Tirol liegt außerdem trotz Erhöhung immer noch im unteren Bereich.
Vorschlag 4: Außerdem sollte beim Öffentlichen Verkehr dem Beispiel anderer Regionen gefolgt werden und die Netzkarte zum halben Preis für die Bezieher von Niedrigeinkommen abgegeben werden.
Vorschlag 5: Die AK erwartet sich im Sinne der Arbeitnehmer die Unterstützung des Landes bei ihrer Forderung nach sofortiger Senkung der Lohnsteuer sowie einer Verdoppelung der Negativsteuer für diejenigen die so wenig verdienen, dass sie keine Steuer bezahlen.

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