Darabos traf Sloweniens Verteidigungsminister Erjavec

Schwerpunkte der kommenden slowenischen EU-Präsidentschaft Hauptthema des Arbeitsgespräches

Wien (BMLV) - Verteidigungsminister Norbert Darabos traf heute, Freitag, seinen slowenischen Amtskollegen Karl Viktor Erjavec in Wien. Die Ressortchefs sprachen im Rahmen eines Arbeitsmittagessens in der Maria-Theresien-Kaserne über die bevorstehende EU-Präsidentschaft Sloweniens. Die Zusammenarbeit der beiden Ministerien, die EU-Mission im Tschad und der Westbalkan waren ebenfalls Themen des Delegationsgespräches.

Die Schwergewichte der slowenischen Präsidentschaft im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden u.a. die Verstärkung der Kooperation mit Partnern wie den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union, die Verbesserung der zivil-militärischen Dimension (d.h. die effizientere Vernetzung von Militär und zivilen Einrichtungen, um in von Krisen betroffenen Regionen nachhaltig Sicherheit zu schaffen) sowie die Implementierung und Fortsetzung von laufenden EU-Friedensmissionen sein.

"Die kommende EU-Präsidentschaft Sloweniens fällt in eine wichtige sicherheitspolitische Phase. Die Entwicklungen am Westbalkan und die Mission im Tschad sind große Herausforderungen für die Europäische Union. Slowenien ist darauf gut vorbereitet", so Darabos.

Darabos informierte Erjavec auch über seine Erkenntnisse von der Erkundungsmission im Tschad und über den Beitrag Österreichs zu dieser humanitären EUFOR-Mission. Österreich wird im Osten des Tschad mit bis zu 160 Soldaten Schutz und Hilfe für Flüchtlinge leisten. Im Grenzgebiet zu Darfur sind etwa eine halbe Millione Flüchtlinge.

Balkaninitiative des Bundesheeres

Darabos: "Die Verteidigungsministerien in Österreich und in Slowenien verbinden ausgezeichnete bilaterale Beziehungen. Slowenien ist ein verlässlicher Partner der Balkaninitiative des Bundesheeres." Das Bundesheer hat mit allen Staaten der Region bilaterale Zusammenarbeitsprogramme abgeschlossen.

Die Aktivitäten umfassen bilaterale Unterstützung im Bereich

- Reform des Sicherheits- und Verteidigungssektors

- Ausbildung zur Europäischen Sicherheits - und Verteidigungspolitik (ESVP),

  • Anstöße zur Vertiefung der parlamentarischen Kooperation,
  • Erfahrungsaustausch zu Partnership for Peace,
  • Fachgespräche zur zivil-militärischen Zusammenarbeit,

- Teilnahme an internat. Großübungen

Die Region Südosteuropa bildete im heurigen Jahr das Schwergewicht der Auslandsaktivitäten von Verteidigungsminister Darabos. Neben Truppenbesuchen im Kosovo und in Bosnien traf er bereits mit seinen Amtskollegen aus Bosnien, Serbien und Mazedonien zusammen. Beim informellen Verteidigungsministertreffen in Evora, Portugal, berichtete Darabos auf Ersuchen der Ratspräsidentschaft über den Westbalkan.

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