Hundstorfer: Im Mittelpunkt stehen die ÖGB-Mitglieder

ÖGB Niederösterreich setzt Regionalisierungskonzept um

Stockerau (ÖGB) - =

- "Für uns stehen die Mitglieder im Mittelpunkt.
Die Reform ist eine längst fällige Antwort auf die dramatischen Veränderungen der Arbeitswelt", stellte ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer gegenüber den rund 450 Delegierten der heutigen Landeskonferenz des ÖGB Niederösterreich in Stockerau fest. Der ÖGB NÖ hat als erste ÖGB-Landesorganisation das Regionalisierungskonzept der ÖGB-Reform umgesetzt.++++

Die bisher 21 Bezirke in Niederösterreich sind ab der Landeskonferenz in zehn Regionen zusammengefasst, die 21 Bezirksstellen bleiben weiterhin Erstanlaufstellen für Mitglieder und FunktionärInnen. Da in Niederösterreich schon vor Jahren mit der "Bündelung der Kräfte" begonnen wurde, konnten viele Erfahrungen in die konkrete Umsetzung des Regionalisierungskonzeptes eingebracht werden.

Hundstorfer: "Beim Regionalisierungskonzept geht es nicht darum, ein 'Zusperrprogramm' als Reform zu verkaufen, sondern es geht um die Nutzung der Synergien, um die Bündelung der Kräfte von ÖGB und der Gewerkschaften." In den neuen Betreuungseinheiten werden nun Modelle erarbeitet, wie sich Mitglieder und FunktionärInnen, aber auch "Noch-nicht-Mitglieder" an der Gewerkschaftsarbeit aktiver als bisher beteiligen können.

Der ÖGB-Präsident bekräftigte, dass auch in Wien die Hausaufgaben angegangen wurden. Die eingesetzten Arbeitsgruppen arbeiten permanent an der Umsetzung der Beschlüsse des ÖGB-Bundeskongresses. Hundstorfer: "Wir haben auch die Finanzen wieder im Griff. Das heißt nicht, dass wir keine Geldsorgen mehr haben, aber wir haben die Schulden beglichen und sind dabei ein gutes finanzielles Fundament für die Zukunft zu bauen."

Der ÖGB-Präsident betonte, dass es selbst in der schwierigsten Phase der österreichischen Gewerkschaftsbewegung gelungen sei, zahlreiche Erfolge zu erzielen. Hundstorfer: "In den vergangenen acht Monaten haben wir mehr Lösungen präsentiert als jemals in unserer Geschichte. Von der Bekämpfung des Sozialbetruges über den Zuschlag bei Mehrarbeit für Teilzeitbeschäftigte, dem 1.000-Euro-Mindestlohn, den Finanzierungsvorschlägen für das Gesundheitswesen, der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18 Jahre und die erst kürzlich präsentierte Generalunternehmerhaftung."

Der ÖGB-Präsident verwies weiters auf die erfolgreichen Kollektivvertragsverhandlungen der vergangenen Wochen. Hundstorfer abschließend: "Wir werden uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir werden weiter verhandeln, mit unserem Gegenüber streiten und -wenn es sein muss - für und mit unseren Mitgliedern kämpfen. Ich stehe für einen schlagkräftigen, aktiven und erfolgreichen ÖGB. Wenn wir an einem Strang ziehen, dann gibt es nichts, wirklich nichts, das uns aufhalten kann."(ff)

ÖGB, 16. November 2007 Nr. 682

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Christoph Höllriegl
Tel.: 0664 814 63 13
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005