BM Schmied überreicht Seiji Ozawa Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper

Ernennung morgen Samstag

Wien (OTS) - Kulturministerin Claudia Schmied überreicht morgen Abend im Anschluss an die Pique Dame-Vorstellung an Musikdirektor Seiji Ozawa die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper in Würdigung seiner großen Einsatzbereitschaft und tiefen Verbundenheit zu Wien und zur Wiener Staatsoper.

Seiji Ozawa wurde in Shenyang, Mandschurei (China) als Sohn japanischer Eltern geboren. 1953 trat er in die Toho Gakuen School of Music in Tokio ein, wo er zunächst Klavier, dann Dirigieren - bei seinem Mentor Hideo Saito - und Komposition studierte. Nach einigen Engagements in Japan setzte er seine Studien in Europa fort, gewann 1959 den Dirigentenwettbewerb in Besancon und wurde daraufhin in das Tanglewood Music Center eingeladen. 1960 gewann er den Sergei Koussevitzky-Preis. Er war Assistent von Herbert von Karajan und Leonard Bernstein, hatte Chefpositionen beim Ravinia Festival des Chicago Symphony Orchestra, beim Toronto Symphony und dem San Francisco Symphony Orchestra inne und dirigierte 1964 erstmals das Boston Symphony Orchestra, dessen musikalischer Leiter er von 1973 bis 2002 war. Er absolvierte weltweit zahlreiche Einspielungen und Fernsehauftritte und erhielt mehrere Ehrungen und Preise (u. a. Chevalier de la Legion D'Honneur im Jahre 2001 und Doctor Honoris Causa der Pariser Sorbonne im Jahre 2004). 1988 fand anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Nagano unter seiner Leitung ein Konzert mit Beethovens Ode an die Freude statt, das sechs Chöre aus den Ländern und Kontinenten Japan,
Australien, China, Deutschland, Südafrika und den Vereinigten Staaten über Satellit miteinander verband.
Seiji Ozawa ist Gründer und künstlerischer Leiter des Saito Kinen Festival in Matsumoto (1991). Im Jahre 2000 folgte die Gründung der "Ozawa Ongaku-Juku" in Japan, einer Akademie für angehende Orchestermusiker, in der diese Seite an Seite mit professionellen Mitgliedern namhafter Orchester symphonische Konzerte und szenische Opernproduktionen aufführen und damit auch auf Tournee gehen. 2003 kündigte er die musikalische Leitung eines neuen Festivals für Oper, symphonische Konzerte und Kammermusik mit dem Namen "Tokyo Opera No-Mori" an, das 2005 mit Strauss' Elektra erstmals über die Bühne ging. Im März 2006 folgte als Koproduktion mit der Wiener Staatsoper Verdis Othello. .
Ein Jahr später folgte die Gründung der "International Music Academy - Switzerland" zur Förderung und Unterstützung junger Kammermusiker.

Ozawa arbeitet regelmäßig mit allen berühmten Orchestern zusammen und gastierte an der Met, der Mailänder Scala, der Opéra National de Paris, der Royal Opera Covent Garden in London und bei den Salzburger Festspielen.

2002 leitete er zum ersten Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1988 mit Eugen Onegin, worauf in den 1990er Jahren Dirigate der Opern Falstaff, Pique Dame und Ernani folgten sowie im Jahre 2001 Salome und 2002 die Premierenproduktion von Jenufa.
Seit der Spielzeit 2002/03 ist Seiji Ozawa Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Beim Japan-Gastspiel der Wiener Staatsoper im Herbst 2004 stand er sowohl bei Le Nozze di Figaro als auch bei Don Giovanni am Pult. In der Saison 2005/06 leitete er Vorstellungen von Wozzeck und wirkte beim Festkonzert "50 Jahre Wiedereröffnung" am 5. November mit.
Ein großes und wichtiges Projekt, das auf Seiji Ozawas Idee beruht und welches er bereits in Japan umgesetzt und dann gemeinsam mit Direktor Holender auch an die Wiener Staatsoper gebracht hat, ist die "Zauberflöte für Kinder", die seit dem Jahre 2003 jeweils am Tag nach dem Opernball stattfindet und es etwa 7.000 Kindern aus österreichischen Schulen ermöglicht, einen ersten Zugang zur Welt der Oper zu finden. Insgesamt dirigierte Seiji Ozawa seit seinem ersten Auftritt 163 Vorstellungen, und auch für die Zukunft sind Auftritte des Musikdirektors am Pult der Wiener Staatsoper geplant.

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