NÖ Christgewerkschafter - Landestag 1: ÖGB-Vize Schnedl: "Soziales ist nicht den von Roten gepachtet", LH Pröll: "FCG sorgt für Balance und Ausgleich im ÖGB"

Stockerau (OTS) - "Die FCG ist ein ganz wesentlicher politischer Faktor in Niederösterreich, sie sorgt für Balance und Ausgleich im ÖGB", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in einer Videobotschaft vor dem 20. ordentlichen Landestag der Fraktion Christlicher Gewerkschafter Niederösterreichs am Freitag Vormittag in Stockerau. Pröll betonte, dass die Überparteilichkeit des ÖGB durch die FCG gesichert sei, die Christgewerkschafter seien "ein ganz wesentlicher Anwalt der Arbeitnehmerinteressen". Der Landeshauptmann bat die Christgewerkschafter ausdrücklich um ihre Mitarbeit dabei, "dass Niederösterreich sein soziales Angesicht weiter erhält." Denn die FCG sei "jene Institution, die auf ihrem politischen Weg nie von ihren christlich-sozialen Grundlagen abweicht."

Mit einer Art Kampfansage begann der Bundesvorsitzende der Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Dr. Norbert Schnedl, seine Grußadresse: "Das Soziale ist nicht von den Roten gepachtet!" Die FCG habe ein "Wertefundament -das aber fehlt unserem politischen Gegenüber." Daher "wollen wir dem ÖGB unseren Stempel aufdrücken, unsere christlich-soziale Kultur," sagte Schnedl und nannte dazu drei aktuelle Ziele der Christgewerkschafter: "Die Unterschiede deutlich machen", etwa bei der Mitarbeiterbeteiligung, die "unser Thema ist, denn die Roten können mit dem Leistungsgedanken nichts anfangen." Zweitens solle "die Marke Christgewerkschafter in der Öffentlichkeit deutlicher positioniert werden", weil die meisten Arbeitnehmer mit den Fraktionsbegriffen nichts anzufangen wüssten. Schließlich will die FCG "stärker werden", sagte Schnedl. "Wir wollen die Machverhältnisse deutlich zu unseren Gunsten verschieben." Das sei nicht leicht, denn "bei der Überparteilichkeit hat der ÖGB massiven Handlungsbedarf: Wenn die FCG 50 Prozent und eine Stimme hat, dann gibt es für sie keine Demokratie mehr."

Hemm: Von Hundstorfer und Tumpel in Sozialpartnerschaft verraten

Die Sozialpartnerschaft habe zwar viel erreicht, lobte AKNÖ-Vizepräsident Franz Hemm, aber bei der jüngsten Sozialpartnereinigung "wurden wir von unseren Funktionären in der Sozialpartnerschaft verraten" - gemeint waren ÖGB-Präsident Hundstorfer und AK-Präsident Tumpel. Denn, so hielt Hemm fest, etwa die mit WKO-Präsident Leitl der Presse präsentierte Ausweitung der täglichen Arbeitzeit auf zehn Stunden sei in keinem Gremium beschlossen worden. "Wir sind zwar auch für Flexibilität, aber diese Vorgangsweise ist abzulehnen." Die FCG müsse daher verstärkt ihre Anliegen vorantreiben, darunter Mitarbeiterbeteiligung und Zusatzpension für alle.

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