Zinggl: "Große Würfe sehen anders aus"

Grüne sehen in der Novelle der Künstlersozialversicherung dennoch Verbesserungen

Wien (OTS) - Mit gemischten Gefühlen reagieren die Grünen auf die heute angekündigte Novelle zum Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz. "Es ist vollkommen unverständlich, warum die Einkommensuntergrenze nicht ersatzlos gestrichen wird", meint der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl. "Die im nunmehrigen Gesetzesentwurf vorgesehenen Modifikationen bedeuten dermaßen großen bürokratischen Aufwand in der Umsetzung, dass es wohl effizienter gewesen wäre, auf die Mindesteinkommensregelung zu verzichten. Abgesehen davon werden Kunstschaffende, die die magischen 4000 Euro nicht erreichen, wieder in die Rolle des Bittstellers gedrängt und müssen auf eine kulante Auslegung des einzelnen Härtefalls hoffen", erläutert Zinggl. Hinsichtlich bestimmter Vorschläge äußern die Grünen aber vorsichtiges Lob. Die Ausweitung der Zuschüsse auf Kranken- und Unfallversicherung etwa sei definitiv begrüßenswert. Dennoch könne die Novelle nur ein erster kleiner Schritt sein. "Ziel muss nach wie vor eine soziale Absicherung sein, die die prekäre Situation von Künstlerinnen und Künstlern anerkennt und reflektiert", fordert Zinggl.

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