Gemeinsamer Steiermarktag von Staatssekretärin Silhavy und Bundesministerin Bures

Wien (OTS) - Im Zuge des Steiermarktages von Bundesministerin
Bures und Staatssekretärin Silhavy betonte die Staatssekretärin die soziale Komponente von Raumordnung und Regionalpolitik. Regionalpolitik ist Maßstab für den Sozialstaat europäischer Prägung und zugleich Meßlatte für Gleichstellungspolitik. Raumentwicklung muss unter diesen Aspekten gesehen werden. Darum ist es auch wichtig, dass Frauen den öffentlichen Raum mit gestalten.

"Dabei kommt es darauf an, zwischen Nutzungskonflikten im Raum zu vermitteln. Dies bedeutet die Koordination einer Vielzahl legitimer Interessen von AkteurInnen wie beispielsweise Wohnen, Arbeiten, Wirtschaften, Erholung, Bildung, Betreuung sowie das Hin- und Herkommen zwischen diesen Grundfunktionen und die Sicherstellung der notwendigen Versorgungsgüter zur Aufrechterhaltung dieser Grundfunktionen" betonte Silhavy.

"Wenn wir heute eine Modelleinrichtung wie das Volkshilfe Kinderhaus Montessori in Graz Wetzelsdorf besucht haben, zeigt dies eine Möglichkeit auf wie ein außerhäusliches Betreuungsangebot auch für Geschwister optimal gestaltet werden kann. So sind nicht nur die Öffnungszeiten auf berufstätige Eltern abgestimmt, sondern es gibt qualifizierte Betreuung für Kleinstkinder ebenso wie für Schulkinder" sagte die Staatssekretärin..

Das Gewaltschutzzentrum Graz, vor 12 Jahren das Erste in Österreich, ist sowohl von seiner realen Wirkungsweise als auch von der Signalwirkung ein wesentliches Beispiel für die Wahrnehmung von Aufgaben in entwickelten Gesellschaften. Eine bedeutende Verpflichtung ist die gesellschaftliche Unterstützung für Menschen in spezifischen Situationen. Im Zusammenhang mit dem Gewaltschutz sei es notwendig Angsträume zu definieren, um dagegen Maßnahmen zu ergreifen. Oft sein es kleine Dinge die große Wirkungen erzielen. So wurden im Rahmen der Aktion "Frauen planen ihre Stadt" in Graz schon vor Jahren Angsträume -beispielsweise durch Installation von zusätzlichen Lichtquellen -beseitigt. Ein weiteres Beispiel war die Schaffung von eigenen Frauenparkplätzen in Tiefgaragen.

Das BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum) in Kapfenberg war aus zweierlei Sicht interessant: Einerseits wegen seiner Wirkungsweise als Bildungseinrichtung und andererseits wegen der vorbildhaften frauenpolitischen Gestaltung im Innenverhältnis.

Ein weiterer Programmpunkt des Steiermarktages war der Besuch im SeniorInnenzentrum in Leoben, das ein gutes Beispiel für die Schaffung einer sozialen Infrastruktur in Nachfrageräumen ist, denn neben der Verteilung der Ressourcen ( z.B. durch eine solidarische Verteilung ) ist auch die Möglichkeit der Nutzung des Raums eine soziale Frage und eine Frage der Chancengleichheit.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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