Niederwieser: Projekt "Kleinere Klassen" voll im Plan

Wien (SK) - "Voll im Plan" ist für SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser das Projekt der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. "Wir haben leider von den Vorgängern eine einigermaßen unzufriedenstellende Schulstatistik übernommen, denn die früheren regelmäßigen Statistiken, in denen die Schülerzahlen je Klasse penibel aufgelistet waren, gab es nach zwei Jahren Regierung Schüssel nicht mehr." Jetzt sei es aber Tatsache, "dass sich fast hundert Prozent der ersten Klassen im Richtwert 25 befinden." ****

Niederwieser erläutert, dass der noch geltende gesetzliche Richtwert von 30 bis 36 Kinder je Klasse lautet, 30 als Höchstzahl plus 20 Prozent gesetzlich tolerierte Überschreitung. Für das Projekt "Kleinere Klassen - mehr Schulqualität" bedeutet dies, dass auch Klassen zwischen 25 und 30 Schülerinnen und Schülern diesem Richtwert entsprechen.

"Das bringt in der Praxis Schulklassen, in denen meist fünf Kinder weniger sind als das in den letzten Jahren unter Bildungsministerin Gehrer der Fall war. So etwas hat es in der österreichischen Schulgeschichte noch nie gegeben", so der SPÖ-Bildungssprecher. Für Niederwieser sind bei diesem Projekt aber noch einige Punkte offen:
"Wir brauchen natürlich noch die gesetzliche Absicherung, dann das Budget für die Jahre ab 2009, die notwendigen Investitionen in Schulraum, die Ausweitung auf die BMHS und natürlich die begleitende Qualitätssicherung. Da werden wir im Laufe dieser Legislaturperiode sicher ein gutes Stück des Weges zurücklegen." Diese Investitionen seien ebenso wichtig, wie kleinere Klassen, die nur ein Teil der notwendigen Investitionen in die Bildung seien.

"Dass in keiner der rund 60.000 Schulklassen in Österreich mehr als 30 oder gar 25 Kinder sitzen und diese kleineren Klassen auch noch von einem zusätzlichen Begleitlehrer unterrichtet werden, streben wir an, aber dafür wäre so viel mehr Geld nötig, dass das in dieser Legislaturperiode wohl nicht möglich sein wird."

Niederwieser: Inhaltlicher Kern der NMS bietet große Chancen

Über die Aussage der steirischen Wissenschaftslandesrätin Edlinger-Ploder zeigte sich Niederwieser "im Grunde froh, dass die Steirische ÖVP auf der Linie einer gemeinsamen Schule bleibt. Das ist derzeit in der ÖVP sicher keine leichte Position. Die ungerechtfertigten Seitenhiebe gegen ihre Kollegin und zum Vorgehen hätte sie sich sparen können". Für den SPÖ-Bildungssprecher bietet die Neue Mittelschule "eine große Chance, neue Formen der inneren Differenzierung und der optimalen Förderung jedes Kindes zu erproben, allen Kindern bessere Chancen zu bieten und Sitzenbleiben und Nachhilfe deutlich zu reduzieren. Das ist der inhaltliche Kern einer Neuen Mittelschule und daher ist der erzielte Kompromiss auch ein Erfolg", so Niederwieser abschließend. (Schluss) js

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