Spitzenpolitiker decken genossenschaftliches Milchpreisübel

Oberösterreichs nervenblanke Agrarspitze schwärzt IG-Milch an und deckt selbst Milch-Staffel-Preise zu Lasten kleiner Lieferanten

Bad Leonfelden (OTS) - Die von uns im Zusammenhang mit der
Gründung der IG-Fleisch und der Milcherzeugergemeinschaften angekündigte und erwartete gegen uns gerichtete Medien- und Schmutzkübelkampage ist voll eröffnet und eine regelrechte Treibjagd auf IG-Milch-Funktionäre ist angeblasen worden.

Zu Angriffen bzw. Verleumdungen einiger hochrangiger ÖVP-Politiker im Zuge der Gründung einer Erzeuger- und Verkaufsgemeinschaft der IG-Milch wollen wir Stellung nehmen:

Der Vorwurf oberösterreichischer ÖVP-Spitzenpolitiker, die IG-Milch habe ihre Maske fallen lassen und wolle auf Kosten der kleinen Lieferanten den größeren Milchviehbetrieben mehr Geld auszahlen, ist völlig falsch und wir weisen diesen Vorwurf auf das Schärfste zurück.

Richtig ist, dass die IG-Milch in ihrem Projekt "A faire Milch" die kleineren Betriebe (bis 50.000 Liter Jahresanlieferung) besser stellt, und dies vertraglich zusichert(Vertrag auf www.ig-milch.at ersichtlich).

Richtig ist weiter, dass das derzeit von unseren Großgenossenschaften praktizierte System der Staffelpreise (die Großen bekommen auf Kosten der Kleinen mehr)absolut unsolidarisch und ungerecht ist, und wir dies ablehnen.
Der Unterschied pro abgeliefertem Kilogramm Milch beträgt bis zu 2,4 Cent netto (!!) zu Lasten der kleinen Lieferanten.

Wir werden jene ÖVP-Politiker, die (Zitat: "Es kann nicht sein, dass es sich ein paar große Bauern zu Lasten vieler kleiner richten. Das werde ich bekämpfen.") erklären, sich für Kleinlieferanten einzusetzen, sehr gerne dabei unterstützen, dieses von uns schon lange kritisierte Unrecht zu bekämpfen. Wer uns aber zu Unrecht vorwirft, kleine Bauern zu schädigen, muss jetzt auch Rückgrat zeigen und Farbe gegenüber den Großgenossenschaften bekennen. Es sind nun innerhalb kürzester Frist Aktivitäten zu setzen, um den Milchpreis der kleinen Lieferanten an den der Großen heranzuführen. Die Gewinnmeldungen von Molkereien, z.B. der NÖM, kommen diesem Ansinnen sicher entgegen, um für die Kleinlieferanten bis Weihnachten eine Gleichstellung zu erreichen.

Weiters möchten wir festhalten, dass das oberstes Ziel einer Milcherzeuger- und Verkaufsgemeinschaft, wie die IG-Milch sie entwickelt, folgendes ist: Die Milch soll zum besten Preis der nächstgelegenen heimischen Molkerei für österreichische KonsumentInnen verkauft werden.

Die Milch außer Landes zu bringen (Italien) ist für uns kein Ziel. Dies haben bis dato nur jene getan, die uns jetzt einen beabsichtigen Export als Unanständigkeit vorwerfen, nämlich die österreichischen Molkereigenossenschaften unter Aufsicht jener Personen, die uns nun denunzieren.

Rückfragen & Kontakt:

Ewald Grünzweil
Obmann IG-Milch
Tel. 07213 20591
Mobil: 0664 2023869
office@ig-milch.at

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