Blecha: Es geht um Armutsbekämpfung

Wien (SK) - "Wenn der Ausgleichszulagen-Richtsatz von 726 auf 747 Euro erhöht wird, geht es um Armutsbekämpfung und nicht um Pensionsanpassung. Es ist wohl jedem klar, dass das mit 'üppigen Pensionsgeschenken' überhaupt nichts zu tun hat", sagte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, bei der Landeskonferenz des Pensionistenverbandes Vorarlberg in Bludenz. ****

"Ältere Menschen sind von Armut am stärksten betroffen. Durch die erzielte Einigung hat die Regierung Gusenbauer bewiesen, dass Armutsbekämpfung für sie kein Lippenbekenntnis ist", betonte Blecha. "Gerade die hohe Teuerung von zuletzt 3 Prozent bedroht die Bezieher kleiner Pensionen existenziell und machte daher eine stärkere Anhebung der kleineren und mittleren Pensionen mehr als notwendig", so der PVÖ-Präsident unter starkem Beifall.

Der PVÖ-Präsident räumte auch mit den kolportierten falschen Expertenmeinungen über die Finanzierbarkeit der Pensionen auf:
"Grundkonsens bei Beschluss des ASVG war eine Drittelteilung zwischen Staat, Arbeitnehmer und Arbeitgeber. 1987 lag der Staatsanteil noch bei 31,3 Prozent, 2006 nur mehr bei 22,2 Prozent und nach den eigenen Angaben der Experten der Pensionskommission soll er im Jahr 2012 auf 20 Prozent sinken!", erläuterte Blecha.

"Auch der Anteil des gesamten Pensionsaufwandes am Brutto-Inlandsprodukt ist heute der niedrigste in der Geschichte. Lag dieser 2004 noch bei 2,5 Prozent des BIP's, beträgt dieser Wert zuletzt nur mehr 1,7 Prozent. Wir haben daher kein Finanzierungsproblem!", analysierte Blecha, "denn wenn sich der Staat in schlechten Zeiten die Pensionen leisten konnte, soll er sich jetzt, wo die Steuereinnahmen sprudeln und die Unternehmensgewinne explodieren 100 Millionen Euro zusätzlich für die Armutsbekämpfung bei den Pensionen nicht leisten können?"

Die selbsternannten Pensionsexperten haben sich mit ihren Äußerungen "disqualifiziert", so Blecha und er bezeichnete sie weiters als "Totengräber der Generationen-Solidarität". (Schluss) ps/mp

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